Postenjagd im Pustertal
Europäische Forstliche Meisterschaften im Orientierungslauf 2022

In und um Innichen im Pustertal (Südtirol), der Partnergemeinde der Stadt Freising, fanden vom 25. bis 30. Juni 2022 die 28. Europäischen Forstlichen Meisterschaften im Orientierungslauf (EFOL) statt. Unter den 370 teilnehmenden Waldbesitzer, Auszubildenden und Beschäftigten aus der Holz und Forstbranche sowie ihren Familienangehörigen aus 15 Nationen waren mit Amelie Nürnberger, Forststudentin der TU München, und Markus Blaschke, Mitarbeiter der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, auch zwei Vertreter des Campus Weihenstephan in der elfköpfigen deutschen Mannschaft dabei. Nur mit Karte und Kompass war am ersten Wettkampftag ein Sprintlauf im Ortsgebiet von Innichen mit kurzen Streckenabschnitten, aber zahlreichen Posten und am zweiten Tag ein Mittelstreckenlauf im submontanen, offenen Fichtenwald zu bewältigen. Erschien die reine Luftlinie der Strecken im Bergwald zunächst sehr kurz, sorgten die ungewohnten Steigungen im alpinen Gelände jedoch für angemessenen Laufzeiten. Den sportlichen Abschluss bildete ein Staffellauf im Nordischen Sportzentrum der benachbarten Gemeinde Toblach. Zwischen den zahlreichen Loipen bildete ein lichter Kiefernwald mit viel Unterholz und -bewuchs ein anspruchsvolles Gelände, dass bei vielen Läuferinnen und Läufern im Bereich einiger unübersichtlicher Posten zu hohen Zeitverlusten führte.
Dabei waren die beiden Freisinger Vertreter auch erfolgreich. So gewann Amelie Nürnberger als zweite Läuferin der deutschen Damenstaffel die Silbermedaille und Markus Blaschke erreichte in seiner Seniorenklasse in beiden Einzeldisziplinen jeweils den dritten Platz.

Studierende von Yale zu Besuch an der TUM

Am Morgen des 9. Mai 2022 ist eine Gruppe von 14 Studierenden mit ihren beiden Betreuern von der Yale Universität am Flughafen München gelandet. In einer gemeinsamen Exkursion mit Studierenden und Lehrenden der TUM sollten während der nächsten 12 Tage Themen rund um die Wälder Deutschlands und etwas Kulturgeschichte vorgestellt werden. Nach einer Einführung in den hiesigen Waldbau und die Forschungslandschaft am Campus Weihenstephan, ging es nach einer zünftigen Stärkung in Richtung Nürnberg. Während der nächsten Tage wurden dort und anschließend in Ebrach Themen um den Schutz von Waldflächen in städtischer Umgebung und Naturschutzkonzepte vorgestellt. Die Mittelwaldwirtschaft, Hutewälder und Spessarteichen konnten während der Folgetage in Iphofen und Rothenbuch bestaunt werden. In der Stadt Würzburg standen dann barocke Baugeschichte sowie Englische und Französische Stadtgartengestaltung auf dem Programm. Zur Erinnerung an die Exkursion wurde sogar ein Amerikanischer Tulpenbaum in der Nähe der Frankenwarte gepflanzt und mit einem Frankenwein eingeschlemmt. Anschließend wurden waldbauliche Themen rund um die Klimaanpassung der heimischen Wälder behandelt, wobei im AELF Roth das Analog-Projekt vorgestellt, der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth besucht, sowie Borkenkäfer-geschädigte und wiederbestockte Flächen im FB Rothenkirchen vorgestellt wurden. Anschließend ging es noch um Besucherlenkung, Trinkwasserbereitstellung und Urbane Wälder, bevor es dann am 21. Mai 2022 wieder zurück in die USA ging. Alle Beteiligten haben die Exkursion als großen Erfolg wahrgenommen und die Studierenden der TUM freuen sich schon auf den Gegenbesuch in Amerika.


Mit der Exkursion wurde ein Generationenwechsel bei der Betreuung der Zusammenarbeit mit Yale eingeleitet. Prof. Dr. Peter Annighöfer und Thomas Mathes (Professur für Wald- und Agroforstsysteme) unterstützten Prof. Dr. Michael Suda und Dr. Klaus Pukall (Lehrstuhl für Wald- und Umweltpolitik) beim Organisieren der Exkursion und übernehmen in den nächsten Jahren die Hauptverantwortung für den Kontakt mit Yale. Ermöglicht wurde die Exkursion dieses Jahr durch die großzügige Unterstützung durch den Bund der Freunde der Technischen Universität München e.V.
Dr. Klaas Wellhausen neuer Leiter der Abteilung „Boden und Klima“ der LWF
Neuer Leiter der Abteilung „Boden und Klima“ an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ist Dr. Klaas Wellhausen. Das hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber entschieden. Der erfahrene Forstdirektor hat seine Stelle an der LWF bereits zum 01. Juli 2022 angetreten.

Dr. Klaas Wellhausen, geboren in der Universitätsstadt Göttingen, studierte dort Forstwissenschaft an der Georg-August-Universität. Das Forstreferendariat leistete er in Bayern ab und schloss 2007 mit der Großen Forstlichen Staatsprüfung ab. Seine berufliche Laufbahn begann Wellhausen im Sachgebiet Betriebswirtschaft und Forsttechnik an der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF). 2008 wechselte er als Referent für forstliche Forschung an das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) und Ende 2012 den Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der Technischen Universität München. Dort promovierte er zum Thema: Wachstum von Kiefer und Fichte in Rein- und Mischbestand. Während seiner TUM-Zeit absolvierte Dr. Wellhausen den einjährigen Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzle. Damit qualifizierte er sich auch für die Position des stellvertretenden Leiters im Referat Forstpolitik und Umwelt am StMELF, die er von 2017 bis 2021 ebenso erfolgreich wie engagiert ausfüllte. 2021 wurde Dr. Wellhausen die forstliche Bereichsleitung des neu fusionierten Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg-Erding übertragen.
Nun kehrt Dr. Wellhausen nach 15 Jahren zu den Wurzeln seiner beruflichen Karriere an die LWF zurück. Er wird Nachfolger von Dr. Hans-Joachim Klemmt als neuer Leiter der Abteilung „Boden und Klima“ der LWF. „Nach vielen beruflichen Herausforderungen und interessanten Stationen in der Bayerischen Forstverwaltung freue ich mich auf die neuen Aufgaben an der LWF im Brennpunkt von Wald, Forstwirtschaft und Klimawandel!“ sagte der 44-jährige Forstdirektor.
Klaas Wellhausen ist verheiratet und Vater zweier Kinder. In seiner Freizeit sucht er Entspannung und Herausforderung als Jäger und Radsportler, genießt beim Wandern Natur und Landschaft und findet bei Reisen und Fremdsprachen kulturelle Anregungen.
Sommerfest der Förster & Preis der guten Lehre

Nach zwei Jahren Corona-Pause fand am 14. Juni 2022 wieder das Sommerfest der Förster statt. Unterstützt von freiwilligen Helfer:innen richtete die Fachschaft Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München das Fest im Dreieck zwischen den Forstgebäuden der TUM, HSWT und der LWF aus. Zahlreiche Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fanden sich bei Grillgut und kalten Getränken zum gemütlichen Beisammensitzen ein. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Absolventinnen und Absolventen der Bachelor- und Master-Studiengänge verabschiedet. Prof. Dr. Klaus Richter und Prof. Dr. Thomas Knoke überreichten dazu jeweils die Eichenlaub-Anstecker. Ein weiterer Programmpunkt war die Verleihung des Preises der guten Lehre für den Bereich Forst an Prof. Dr. Michael Suda. Zwei Zitate aus der Abstimmung unter den Studierenden drücken die besondere Wertschätzung aus: „Vor allem seine interaktive Lehre begeistert; der Wechsel aus Gruppenarbeiten, Videos, teilw. auch Rollenspiele, Arbeitsaufträgen und normalen Vorlesungen im Hörsaal holt wirklich jeden ab.“ „Zusammen mit einer Portion Humor vermittelt er einen sozialwissenschaftlichen Blick auf die Forstwissenschaft als Naturwissenschaft und regt die Studierenden zum Nachdenken an.“
https://www.fsforst.wzw.tum.de/




Forstzentrum Weihenstephan auf der INTERFORST 2022
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Vom 17.–20. Juli 2022 öffnet die Messe München ihre Tore für die INTERFORST. Die Besucher erwartet das komplette Leistungsspektrum für die gesamte Branche. Von der Aufforstung über die Holzernte bis hin zum Sägewerk mit dem Bereich Holzenergie sind Aussteller der gesamten Wertschöpfungskette vertreten. Mit dem wissenschaftlichen Kongress, Foren, Diskussionsrunden und Sonderschauen bietet die INTERFORST ein facettenreiches Rahmenprogramm.
Das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan ist mit dem Stand B6.532 in der Messehalle vis-á-vis zur Grünen Couch – dem forstpolitischen Podium der Messe – platziert. Neben den Zentrums-Mitarbeitern bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller drei Partner, TUM, HSWT und LWF sowie Studierende von TUM und HSWT ein umfangreiches Informationsangebot am Messe-Stand. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und interessante Gespräche!
Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Förderverein für die großzügige Unterstützung!
Standprogramm Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan
Hallenplan: Halle B6, Stand 532 / Informationsplakate zu den Fachthemen sind verlinkt.
durchgehend 17.–20. Juli
Sonntag, 17. Juli, 9:00–18:00 Uhr
- Abteilung Waldschutz (LWF): Borkenkäferüberwachung in Bayern / Schädlinge im Binokular
- Abteilung Waldschutz (LWF): Walschutzhelfer-App zur Unterstützung des Waldschutzes
- Abteilung Informationstechnologie (LWF): Baumartenerkennung per Satellit, 3D-Arbeitsplatz
- Fachschaft Forstwissenschaft & Ressourcenmanagment der TUM
Montag, 18. Juli
- 9:00–13:30 Uhr: Abteilung Biodiversität, Naturschutz Jagd (LWF): Verbundprojekt Wildtierrettungsstrategien – Wildbiologische Forschung an der LWF
- 9:00–13:30 Uhr: Fachbereich Zoologie, Wildtierökologie, Entomologie (HSWT): Luchsmonitoring in Bayern
- 13:30–18:00 Uhr: Lehrstuhl Holzwissenschaft (TUM): Neuartige Holzwerkstoffe
- 13:30–18:00 Uhr: Fachstudienberatung Forstwissenschaft & Ressourcenmanagement der TUM
- ganztags: Fachschaft Forstwissenschaft & Ressourcenmanagment der TUM
Dienstag, 19. Juli
- 9:00–13:30 Uhr: Fachgebiet Waldernährung (TUM): nährstoffnachhaltige Waldwirtschaft
- 9:00–13:30 Uhr: Fachbereich Botanik, Vegetationskunde (HSWT): (Tangel-) Humuspflege in den Bayerischen Alpen (HSWT, TUM)
- 13:30–18:00 Uhr: Fachbereich Holzenergie (HSWT): Bewirtschaftung von Energiewaldflächen & Holzernte mit debarking heads
- ganztags: Fachschaft Forst der HSWT – Studium Forstingenieurwesen und duales Studium bei der BaySF
Mittwoch, 20. Juli
- 9:00–13:30 Uhr: Fachbereich Nachhaltige Betriebswirtschaft (HSWT): iWald – Entscheidungsunterstützung für eine nachhaltige Waldbehandlung im Kleinprivatwald
- ganztags: Fachbereich Holzerntetechnik und Waldarbeitslehre (HSWT): Bachelorarbeiten Lastendrohnen für Pflanzgut in Kooperation mit BaySF
Rahmenprogramm: Weitere Beteiligungen aus dem Forstzentrum
Link zum Rahmenprogramm der Interforst
Nominiert für den KWF Members Award
Sonderschau Waldumbau – Wiederbewaldung
- Halle B6, mit Beteiligung der Abteilung Waldbau und Bergwald der LWF, Vorführung Pflanzverfahren und Qualitätsbeurteilung von Forstpflanzen
Forstlicher Unternehmertag – Ressource Holz "Mythen, Esoterik, Fake News – neue Herausforderungen der Forstwirtschaft"
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Sonntag, 17. Juli 2022, 13:30–16:50 Uhr, Raum C62 / Website U-Tag: Programm & Anmeldung (bis 30.6.)
Vorträge auf dem Kongress in Halle B6
Dienstag, 19. Juli 2022, Themengebiet "Waldzustand – Klimawandel"
- 10:45–11:15 Uhr: Wie resilient ist Europas Wald? Prof. Dr. Rupert Seidl, TUM
Mittwoch, 20. Juli 2022 Themengebiet "Verwertungslinien", Moderation: Prof. Dr. Klaus Richter, TUM
- 09:45–10:15 Uhr: Rohstoffpotentiale und Nutzungsmöglichkeiten für Laubholz, Stefan Torno, Cluster Forst und Holz in Bayern
Die Grüne Couch in Halle B6 – Expertentreff für Wirtschaft und Politik
Montag, 18. Juli 2022, 14:00-14:30 Uhr – Waldumbau: Wie wird der Wald der Zukunft aussehen?
- u.a. mit Prof. Dr. Peter Annighöfer, Professur Wald-und Agroforstsysteme an der TU München
Dienstag, 19. Juli 2022, 14:00-14:30 Uhr – Ein Beruf mit Zukunft? Die Sichtweise junger Förster und Waldeigentümer
- u.a. mit Lisa Haugeneder, Studentin Forstingenieurwesen dual, HSWT / BaySF
Mittwoch, 20. Juli 2022, 14:00–14:30 Uhr – Waldnaturschutz mit Zukunft!
- Dr. Peter Pröbstle, Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Dr. Schäffer, Vorstand Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V., Georg Schirmbeck, Präsident Deutscher Forstwirtschaftsrat
Weitere Informationen
Internationale Forstfrauenkonferenz 2022
Am österreichischen Waldcampus in Traunkirchen fand am 27. und 28. Mai 2022 eine Internationale Forstfrauenkonferenz statt. Auf Initiative des österreichischen Vereins Die Forstfrauen (Vorsitzende: Dagmar Karisch-Gierer) und dem europäischen Projekt „Fem4Forest – Wald in Frauenhänden“ fanden sich mehr als 70 Teilnehmer*innen aus 13 Ländern ein. Vernetzung, Kommunikation, Kooperation und Wissenstransfer haben diese zukunftsweisende Konferenz geprägt. Der internationale Austausch von Frauen, die sich im und für den Wald engagieren, hat seit Mitte der 1990er Jahre Tradition.

Zentrale Themen der Konferenz spannten sich vom Stärken und Vertiefen des internationalen Netzwerkes bis zur Erarbeitung von konkreten Aktivitäten und Maßnahmen, um eine verstärkte Teilhabe von Frauen in der Forst- und Holzwirtschaft Europas zu erreichen. Aus dem Fem4Forest Projekt wurden zentrale Ergebnisse zum Status von Frauen im Forstbereich präsentiert und Wege aufgezeigt, wie Frauen durch Mentoring und Training gestärkt werden können. Frauen und Männer erzählten als Vorbilder worauf es ankommt, um für sich selbst den eigenen Platz im Forstbereich zu finden. Genderexpertinnen thematisierten, dass Frauen in männerdominierten Sektoren wie dem Forstbereich noch wenig in Führungspositionen vertreten sind und zeigten die Potenziale von Geschlechtergerechtigkeit auf. Eine Exkursion zum Forstbetrieb Stift Kremsmünster ins Almtal förderte den fachlichen und persönlichen Austausch. Der 10.200 ha große Forstbetrieb (davon 5.400 ha Wald) wird von einer Försterin geleitet.
Als historisch kann die Willensbekundung von Forstfrauenorganisationen aus der Ukraine, aus Polen, aus Island, Deutschland, Slowenien und Österreich bezeichnet werden, bis zum Ende des Jahres 2022 einen internationalen Dachverband zu gründen. Die Vertreterinnen der beteiligten Organisationen, darunter Frauen im Forstbereich e.V., haben die Statuten des Dachverbandes beim Abendempfang dargestellt.
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ist Projektpartner in Fem4Forest. In Bayern sind fast 40% der Privatwaldbesitzenden weiblich. Zunehmend mehr Frauen entscheiden sich für einen forstlichen Studiengang und schließen diesen erfolgreich ab (aktuell > 25%).
Weitere Infos zur Forstfrauenkonferenz 2022 und zu Fem4Forest:
- https://www.forstfrauen.at/de/konferenz-2022/ueber-die-konferenz-2022
- www.interreg-danube.eu/approved-projects/fem4forest
Ukraine-Hilfsaktion des Vereins Ostwind
LIECO Gruppe spendet großzügig
Im März-Newsletter hatten wir den Spendenaufruf der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der HSWT für die Hilfsaktion des Vereins Ostwind e.V. geteilt. Unter den zahlreichen Spenderinnen und Spendern sind auch die Baumschulen Lieco und F.-O. Lürssen, die jeweils 2.500 € für die Hilfsaktion beigesteuert haben. Christoph Hartleitner, Geschäftsführer von Lieco Österreich und Oliver Hilpold, CEO LIECO Gruppe sagen dazu: „Wir haben Kunden und Partner in mehreren europäischen Ländern und beschäftigen auch teilweise ukrainische Arbeitskräfte in der forstlichen Dienstleistung. Mit unserem Beitrag hoffen wir eine kleine Unterstützung für betroffene Personen im Kriegsgebiet leisten zu können.“

Prof. Dr. Dagmar Everding, Vorsitzende des Vereins Ostwind e.V. freut sich sehr über die Spenden. Über die Hilfsaktion berichtet sie: „Wenige Tage nach Kriegsbeginn richteten wir ein Unterkonto für Spenden ein und informierten hierüber in unserem Newsletter, den das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan und der Förderverein Zentrum WFH e.V. an weitere Personen versendete. Der Spendeneingang war und ist enorm. Nach drei Wochen hatten wir schon 3.500 €, mittlerweile sind es über 10.000 €. Wir organisierten einen ersten Hilfstransport nach Transkarpatien für die Versorgung mit Schlafplätzen, Lebensmitteln, Hygiene- und Elektrowaren. Das Benzingeld für den LKW-Transport war teuer, deshalb nutzen wir jetzt andere Wege:
- eine Verteilstelle in der Nähe von Kempten für von uns gesammelte Hilfsgüter,
- uns bekannte Fahrer von Minibussen, denen wir von uns nach Bedarf Pakete mit gekauften Waren mitgeben, deren Ankunft wir kontrollieren,
- Geldzahlungen an diejenigen Partner in der Ukraine, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, damit sie Lebensmittel u. a. vor Ort bzw. in der grenznahen Slowakei einkaufen (wir erhalten die Belege).
Damit das alles gut läuft und unsere Hilfe dem Bedarf entspricht, halten wir engen Kontakt. So merken wir, dass sich in den Dörfern einiges geändert hat, wir bewundern jetzt die örtliche Organisationskraft für die Versorgung der aus der Ost- und Südukraine geflohenen Menschen.“
Weitere Informationen:
Der Ostwind-Newsletter informiert jeweils zeitnah über die Aktivitäten. Weitere Spenden können auf das Konto bei der GLS-Bank in Bochum mit dem Verwendungszweck „Ukraine“ überwiesen werden:
IBAN: DE95 4306 0967 0014 7660 00
Deutscher Baumkönig 2022 aus Weihenstephan
Nikolaus Fröhlich ist der Deutsche Baumkönig 2022 und vertritt damit die Rotbuche (Fagus sylvatica) – den Baum des Jahres. Während er der erste Mann in diesem Amt ist, hat die Buche ihren Titel schon zum zweiten Mal erhalten (erstmals 1990, als zweite Art überhaupt, gleich nach der Stiel-Eiche). Im Auftrag der »Baum des Jahres« Stiftung nimmt Nikolaus an öffentlichen Veranstaltungen, Fachtagungen und Pflanzungen teil, er informiert über Bäume und motiviert zur Auseinandersetzung mit diesen, dem Wald und der Natur.
Er hat das Bachelor-Studium »Landschaftsarchitektur- und Planung« an der TU München in Freising abgeschlossen und studiert derzeit im Master »Naturschutz- und Landschaftsplanung« ebenfalls an der TUM. Die Bedeutung der Bäume für den Menschen auch außerhalb des Waldes und der Forstwirtschaft liegen besonders am Herzen, Agroforstwirtschaft, Stadtbaumverwendung und allgemein die Gestaltung mit Pflanzen sind seine Lieblingsthemen. Auf dem elterlichen Milchviehbetrieb im Allgäu fängt er an, ein kleines Arboretum anzulegen. Somit wird er sich auch in der Zeit nach seinem Ehrenamt weiterhin viel mit Bäumen beschäftigen.
Ende Oktober, wenn der Baum des Jahres für 2023 ausgerufen wird, wird auch eine neue Majestät ins Amt gehoben. Die Bewerbung steht allen offen, Informationen dazu finden Sie auf der Homepage (www.baum-des-jahres.de) und den Social-Media-Kanälen:
Auf in den Urwald!
Studentische Exkursion zu Europas größtem Buchen-Urwald Semenic
Seit 2016 führen Studierende der Forstfakultät der HSWT unter Anleitung der Professoren Schölch und Zahner Untersuchungen im Buchenurwald durch. Studienobjekt ist der größte Buchenurwald Semenic der rumänischen Karpaten mit rund 5000 Hektar Fläche. Dieser Wald wurde inzwischen von der Unesco als Weltnaturerbe anerkannt.
Neben Strukturen auf verschiedenen Skalenebenen von Waldentwicklungsphasen über Störungen bis hin zu Mikrohabitaten, werden auch die Vogelwelt und Fledermäuse im Rahmen dieser Studie untersucht.


