first – Forst – firster – Erfolgreicher Start beim Berglauf 2019
Hochmotiviert und mit starkem Team starteten sechs Läufer*innen der Zentrums-Laufgruppe beim diesjährigen Weihenstephaner Berglauf. Zum Glück hatte sich das Wetter wieder etwas abgekühlt als die Läufer*innen am 3. Juli 2019 um 16:00 Uhr die altbekannte Strecke quer über den Campus starteten.
Für den Forstbereich hat sich der Einsatz gleich mehrfach gelohnt. Den Sieg konnte das Team des Lehrstuhls für Waldwachstumskunde holen, einen glorreichen zweiten Platz in der Teamwertung belegte die Zentrums-Mannschaft. Die Teams der Holzforschung München (HFM 1 & 2) belegten die Plätze fünf und zehn. In der Einzelwertung gewann ebenfalls ein Läufer der Waldwachstumskunde (Martin Honold), dicht gefolgt vom Läufer für das Zentrum Kilian Ramisch, der den 2. Platz belegte. 1. Sieger der diesjährigen Professoren-Wertung war Professor Michael Suda, der ebenfalls für das Zentrum gelaufen ist.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Vielleicht sind sie sogar Motivation für zukünftige „Mitläufer“. Die Zentrums-Laufgruppe trifft sich immer mittwochs um 11:30 Uhr vor der Forst-Cafeteria zum gemeinsamen Laufen. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlichster Routen in den angrenzenden Wäldern. Neue Gesichter sind immer gerne gesehen.


Dokumentarfilmer Jan Haft präsentiert neuen Film im Forstzentrum
Jan Haft präsentierte im Rahmen der Seminarreihe Wildtiere am 1. Juli 2019 in der Forstfakultät der Hochschule Weihenstephan Triesdorf seinen neuen Film „Der Bach – Eine kritische Betrachtung über den Umgang mit einem Ökosystem“. Professor Volker Zahner gewann den preisgekrönten Filmemacher und Biologen für die Veranstaltungsreihe.
Gleich zu Beginn stellte Jan Haft zwei Dinge klar: Die Kronen der Bäume, die am Rande des Wasserlaufs stehen, berühren sich mit den Zweigen. Das unterscheidet Bäche von Flüssen. Und nur noch in jedem tausendsten Kilometer Bach kommt das gesamte Artenspektrum vor, das eigentlich zu erwarten wäre. In 96 Prozent unserer Bäche sind die meisten der typischen Tierarten verschwunden.
Der allgemeine Zustand der Bäche ist aus naturschutzfachlicher Sicht schlecht. Trotzdem gelangen Jan Haft unglaubliche Aufnahmen, welche die Vielfalt des Lebens im heimischen Bach im Laufe der vier Jahreszeiten dokumentieren. Faszinierende Makroaufnahmen und extreme Zeitraffer geben Einblicke in das Leben unter Wasser.
Steinkrebse vertreiben mit ihren mächtigen Scheren Rivalen und fluoreszieren bläulich im Dunkeln. Bachflohkrebse, Larven von Köcherfliegen und über hundert Arten von Eintagsfliegen grasen winzige Algen von den Steinen. Ebenfalls winzige Feuersalamander werden unter Wasser lebendig geboren. Dort geht auch der Grubenlaufkäfer auf die Jagd. Knacklaute der Groppen verraten Hochzeitspläne. Ellritzen und Nasen tummeln sich im Bachlauf. Prachtlibellen schwirren über der Wasseroberfläche und Bachmuscheln spritzen Wasser mit ihren Eiern gleich einem Springbrunnen in hohem Bogen.
Die Idylle scheint perfekt, doch zufällig geschieht während der Dreharbeiten eine Abwasser-Havarie. Etwa tausend der seltenen und streng geschützten Groppen sowie zahlreiche weitere Bachbewohner sterben. Bäche sind das ökosystemare Vernetzungselement in unserer Landschaft, erstaunlich schnell erobert das Leben den Bach nach einer der gar nicht so seltenen Gülle-Unfälle zurück. Gravierender schädigt allerdings die reguläre Landnutzung das Leben in den Bächen. Nährstoffeinträge führen zu Übersäuerung der Gewässer. In Folge gehen die Kieselalgen ein, wodurch die Grundlage der Nahrungsnetze im Bach verschwindet.
Zentrales Thema der Diskussion nach dem Film war die Suche nach praktikablen Schutzmöglichkeiten des fragilen Ökosystems. Breitere Uferrandstreifen – hier könnte die Schweiz als Vorbild dienen – wären ein guter Anfang. Jan Haft sieht auch die Bevölkerung und die Politik in der Pflicht Forderungen zu formulieren und durchzusetzen. Mit dem Volksbegehren Artenvielfalt ist bereits ein erster Schritt getan. Doch auch in der Agrarförderung sollten Naturschutzmaßnahmen lukrativer geregelt werden, sodass Landwirten keine finanziellen Einbußen für Naturschutzleistungen entstehen.
Der volle Hörsaal und die angeregte Diskussion zeigten, dass auch „Randthemen“ bei uns am Forst-Campus auf großes Interesse stoßen.
Arte strahlte die Sendung „Der Bach“ erstmals im April 2019 im deutschen Fernsehen aus. Wer mehr von Jan Haft sehen möchte, kann zurzeit noch im Kino "Die Wiese – Ein Paradies nebenan" anschauen. Als Buch gibt es den dazu passenden Spiegel-Bestseller „Die Wiese – Lockruf in eine geheimnisvolle Welt“.
Neuerscheinungen im Verlag Kessel
23 forstliche Neuerscheinungen stellt der Verlag Kessel im unten verlinkten PDF vor. Weitere Informationen, Gratis-Bücher, Leseproben sowie das komplette Verlagsprogramm mit über 200 forstlichen Titeln finden Sie auf der Seite www.forstbuch.de.
Ein Ansichtsexemplar der Neuauflage der Sylvicultura oeconomica liegt in der Geschäftsstelle des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan aus.
Forstliche Fakultät der Universität für Lebenswissenschaften in Warschau feiert hundertjähriges Bestehen
Im Rahmen einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz beging die forstliche Fakultät der Universität für Lebenswissenschaften vom 18. bis 19 Juni 2019 ihr hundertjähriges Jubiläum. Unter dem Motto „Forest in Science, Practice and Education“ spannten die Vorträge einen Bogen von der Wissenschaft über die Lehre und Ausbildung zur Forstpraxis. Die forstliche Fakultät der Universität für Lebenswissenschaften Warschau (SGGW) blickt sowohl auf eine traditionsreiche als auch innovative Forschung und Ausbildung zurück. Gegenwärtig sind an der Fakultät 1.800 Studierende eingeschrieben und 59 Professoren in der Lehre tätig. Die Fakultät verfügt in Rogow über einen ca. 3.000 ha großen Universitätswald in der intensiv in der Ausbildung genutzt wird.
Mit Gründung der forstlichen Fakultät nahm auch das langfristige ertragskundliche Versuchswesen in Polen, das durch die Fakultät bis heute betreut wird, seinen Anfang. Viele frühere und aktuelle Kooperationen zwischen der Universität für Lebenswissenschaften in Warschau und der Technischen Universität München sind mit dem Versuchswesen verknüpft.
Seit 2010 besteht ein ERASMUS-Abkommen zwischen der Forstlichen Fakultät in Warschau und der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der Technischen Universität München, das bereits von zahlreichen Studierenden und Dozenten beider Seiten zum Austausch genutzt wurde.
Forstoberrat Enno Uhl überbrachte der polnischen Schwesterfakultät die besten Glückwünsche der Technischen Universität München und der Bayerischen Forstverwaltung. Als Zeichen des Dankes für die erfolgreiche Zusammenarbeit und die Verdienste der Fakultät um den Erhalt und Ausbau des ertragskundlichen Versuchswesens überreichte Uhl dem Dekan der Fakultät, Herrn Prof. Dr habil. Henryk Żybura eine historische Kluppe aus dem Bestand der ehemaligen Königlich Bayerischen Forstlichen Versuchsanstalt.
Im Rahmen der Session “Silvicultural concepts across diverse climate zones and their implications for stand structure and dynamics” wurde dem EU-Projekt CARE4C (GA778322) “Carbon smart Forestry under climate change” (koordiniert durch den Lehrstuhl für Waldwachstumskunde, der Technischen Universität München) eine Plattform zur Präsentation und Diskussion bisheriger Projektergebnisse geboten.
Die Konferenzexkursion führte die Teilnehmer nach Białowieża, wo im Totalreservat eindrucksvolle Waldbilder mit mächtigen Bäumen bewundert werden konnten. Im bewirtschafteten Teil des Waldes von Białowieża stand vor allem die Borkenkäferproblematik im Vordergrund, die seit einigen Jahren zu einem massiven Rückgang der Fichte führt.
Weiterführende Informationen unter:
Försterolympiade der Fakultät Wald- und Forstwirtschaft
Am Donnerstag den 13. Juni 2019 veranstaltete das vierte Semester des Studiengangs Forstingenieurwesen die jährlich stattfindende Försterolympiade an der Sieben-Eichen-Hütte im Freisinger Staatswald. Ungefähr 100 Studierende und Angestellte der Fakultät wurden Zeuge, wie erstmals die Mannschaft der Hochschulmitarbeiter (freundlicherweise auf volle Mannschaftsstärke gebracht durch zwei Teilnehmer aus der Reihe der anwesenden Studenten J) alle studentischen Teams in den Schatten stellte und sich so den begehrten Wanderpokal sicherte.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch gleich die Sieger des diesjährigen Lehrwaldparcours gekürt. Da der Schmerz um den nicht erlangten Sieg bezüglich der forstolympischen Disziplinen bei den Gastgebern tief saß war es mehr als eine Genugtuung, dass dabei alle drei Treppchenplätze an Teams aus dem 4. Semester gingen. Dabei an erster Stelle das Team "Quercus cervisia", das damit den zweiten Wanderpokal des Abends mit nach Hause nehmen durfte, gefolgt von den Teams "Die Wein_Stephans" und "Die Buchenhörnchen". Die Verleihung wurde durch Professor Volker Zahner moderiert, der auch den Pokal feierlich überreichte.
Im Anschluss konnte bei kühlen Getränken, Grillgut vom Wild und selbstgemachten Kuchen das hervorragende Wetter genossen werden. Zur späteren Stunde sorgte Herbert Rudolf, besser bekannt als DJ Dauerwald, trotz technischer Schwierigkeiten für ausgelassene Stimmung und Tanz bis spät in die Nacht.
Save the Date
FoWiTa am 14.–17. September 2020 in Freising-Weihenstephan
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Jahrestagung 2019 der Sektion Ertragskunde des DVFFA im Bayerischen Wald
Ganz im Zeichen von Mischbeständen stand die diesjährige Jahrestagung der Sektion Ertragskunde des Deutschen Vereins Forstlicher Versuchsanstalten, die im Haus zur Wildnis des Nationalparks Bayerischer Wald Anfang Juni stattgefunden hat. Zu der dreitägigen Fachtagung kamen knapp 60 Teilnehmer aus 7 europäischen Ländern und 17 verschiedenen Forschungsanstalten sowie Landesforstbetrieben Deutschlands - ein Beleg für eine lebendige und aktive Sektion. Das vielfältige Tagungsprogramm umfasste unter dem Rahmenthema „Mischbestände“ u.a. Aspekte wie Herausforderungen im Klimawandel, innovative wissenschaftliche Methoden sowie Ergebnisse aktueller ertragskundlicher Forschung. Das Zentrum Wald-Forst-Holz stellte mit sechs Redebeiträgen einen nennenswerten Anteil. Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und der Technischen Universität München (Fachgebiet Waldinventur u. nachhaltige Nutzung und Lehrstuhl für Waldwachstumskunde) stellten Ergebnisse aktueller Forschungsarbeiten vor.
Neben der Vortragsreihe fanden eine abendliche und eine halbtägige Exkursion auf ertragskundliche Versuchsflächen statt. Bei sommerlichen Temperaturen stellten Mitarbeiter des Lehrstuhls für Waldwachstumskunde den Tagungsteilnehmern den Urwaldreliktbestand Mittelsteighütte, den ältesten bayerischen Buchen-Fichten-Mischbestandsversuch Zwiesel 111 sowie den in Forstkreisen wohlbekannten Plenterwald der Rechtlergemeinschaft Kreuzberg vor. Der Besuch einer Glasbläserei rundete das Rahmenprogramm ab. Die zahlreichen fachlichen Diskussionen sowie persönlichen Gespräche trugen zu einer sehr gelungenen Tagung bei.
| Die Jahrestagung der Sektion Ertragskunde des Verbandes Deutscher Forstlicher Versuchs- und Forschungsanstalten (DVFFA) ist eine Fachtagung, die an jährlich wechselnden Orten stattfindet. Die Organisation wird von der Obmannschaft (derzeit FVA Baden-Württemberg) in Zusammenarbeit mit den lokalen Forschungsinstituten durchgeführt. Die diesjährige Organisation vor Ort erfolgte durch ein Team des Lehrstuhls für Waldwachstumskunde der Technischen Universität München. |
Weitere Informationen:
Fledermäuse auf dem Waldtag im Steigerwaldzentrum
Am 19. Mai 2019 präsentierte die LWF das Thema Fledermäuse mit eigenem Stand auf dem Waldtag im Steigerwaldzentrum in Handthal. Im Mittelpunkt standen die (Wald)-Fledermäuse Mopsfledermaus, Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und der Kleinabendsegler. In zahlreichen Gesprächen konnten die LWF Mitarbeiter Fragen rund um die Fledermaus beantworten. Poster und Exponate veranschaulichten zusätzlich das Thema.
Die LWF bot an ihrem Stand einige Aktionen an. Unter anderem ein Quizrad, bei dem es galt, das erlernte Wissen rund um die Fledermaus unter Beweis stellen zu können. Vor allem bei den Kindern kam es sehr gut an. Hier konnten sie einfache Fragen beantworten und Preise wie Fledermausgummibärchen, Postkarten, Stifte oder Poster gewinnen. Darüber hinaus konnten Fledermäuse als Origami gefaltet, Bilder ausgemalt und eine Fledermausmaske gebastelt werden.
Zum visuellen und audioaktiven Erleben kamen Tablets zum Einsatz. Auf diesen konnten Videos zu einer kletternden Fledermaus sowie zu einer Wochenstube (Mutter mit Jungtieren) angesehen werden. Standbesucher hatten die Möglichkeit, Rufe verschiedener Fledermäuse (aus dem Bat-Detektor) über den Touchscreen auszuwählen und anzuhören.
Der Waldtag war sehr gut besucht und das Angebot kam bei den Besuchern sehr gut an. Kurz vor Ende der Veranstaltung brach ein Regenschauer über die Besucher und das Team hernieder. Der Tag endete nass aber zufrieden und erfolgreich.
Zur Abteilung Biodiversität, Naturschutz, Jagd der LWF: http://www.lwf.bayern.de/biodiversitaet/index.php
Tagung zum Baum des Jahres 2019 – Die Flatterulme
18. Juli 2019, Landshut
Ob auf feuchten Flächen, als Stadtbaum oder als Landschaftsgehölz, selbst als Kurzumtriebsplantage – die Flatterulme hat’s in sich. Sie ist sehr robust und wenig anfällig für Schädlinge und hat eine sehr gute Prognose im Klimawandel.
Ihre Überflutungstoleranz ist enorm. Mehr als drei Monate kann sie im Hochwasser stehen und ist damit bestens geeignet für Bruch- und Auwälder. Als Anpassung daran bildet sie auch als einzige europäische Baumart »Brettwurzeln« aus.
Aber auch die Flatterulme hat zu kämpfen. Seitdem immer mehr Flüsse begradigt werden und klassische Hochwasser nahezu ausfallen, fehlen ihr oft die offenen, vegetationsfreien Böden, um sich natürlich zu verjüngen.
Lernen Sie viele Aspekte rund um diese bisher zu oft übersehene, selten gewordene heimische Baumart kennen – von ihrem Wert für die Biodiversität über ihre waldbauliche Behandlung bis hin zur forstlichen Nutzung.
Weitere Informationen:
Anmeldung
Tagungsbeitrag
40 EUR
35 EUR für SDW-Mitglieder
LWF Wissen »Flatterulme«, Tagungskaffee und Mittagessen sind in der Tagungsgebühr enthalten.
online über www.sdw-bayern.de/tagung-baum-des-jahres.de
Telefonisch über die SDW-Geschäftsstelle: Frau Martina Heiß, Telefon: 089-284394, täglich von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Anmeldeschluss: 10. Juli 2019
Übernachtung: Bitte organisieren Sie Ihr Hotel selbstständig. Angebote finden Sie unter: www.Landshuter-tourismus.bayern.de


