FoWiTa: „Call for Papers“ & Frühbucher-Anmeldung
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
die Online-Anmeldung für die digitale Tagung der FOWITA vom 13. bis 15. September ist eröffnet.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und hoffen, dass wir mit der gewählten Online-Konferenzplattform das Fehlen des persönlichen Austauschs ein wenig kompensieren können und Ihnen allen ein gutes Tagungserlebnis ermöglichen. Die Plattform bietet neben dem Hosting unserer Sessions, Vorträge und Poster auch gute Networking-Möglichkeiten und wird von einer professionellen Firma betreut.
Das Konferenzprogramm wird ähnlich strukturiert sein, wie Sie es von unseren vergangenen Konferenzen gewohnt sind. Nach einem sehr erfolgreichen Call for Sessions mit 44 Vorschlägen, freuen wir uns auf die Einreichung Ihrer Abstracts. Auf Grund des digitalen Formates ist die Tagung auf eine Dauer von 3 Tagen angelegt. An jedem der drei Konferenztage werden wir Plenarvorträge sowie 4-5 Parallelsessions anbieten.
Um Diskussionen zwischen den Teilnehmer*innen und den Vortrags- und Posterpräsentator*innen zu stimulieren, haben wir geplant, digitale „Debate-Lounges“ (mit dem Namen "Meet the Speakers" oder "Meet the Poster Presenter") einzurichten. Diese bieten die Möglichkeit, die Vortragenden bzw. diejenigen, die Poster präsentiert haben, für weitere Diskussionen und Fragen zu treffen.
Sofern Sie planen einen Beitrag mit Titel und Kurzfassung einzureichen, bitten wir Sie als ersten Schritt die online Anmeldung auszufüllen. Informationen zur Einreichung des Beitrages und Anmeldung finden Sie auf der Tagungswebpage https://www.fowita-konferenz.de/index.php?cat=callforpapers
Bitte beachten Sie, dass die Frist für die Einreichung von Abstracts und die Frühbucheranmeldung am 30. Juni 2021 endet.
Alle wissenschaftlichen Sitzungen werden am Tag des Livestreamings aufgezeichnet, und sind bis zu 3 Wochen nach der Konferenz in einem Video-on-Demand-Format verfügbar. Alle Videos auf Abruf sind nur für registrierte FOWITA-Tagungsteilnehmer*innen zugänglich.
Einen ersten Entwurf des wissenschaftlichen Programms finden Sie auf der Tagungswebseite https://www.fowita-konferenz.de/index.php?cat=program
Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne unter info@FOWITA-Konferenz.de
Wir freuen uns darauf, mit Ihrer tatkräftigen Unterstützung und aktiven Teilnahme eine anregende FOWITA-Konferenz zu gestalten!
Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Knoke
FOWITA
Digitale Forstwissenschaftliche Tagung
vom 13. bis 15. September 2021
Email: info@FOWITA-Konferenz.de
Preis der guten Lehre 2020

Auch für das Lehrjahr 2020 wurde von den Studierenden der Fachbereiche Forstwissenschaft und Sustainable Resource Management an der TU München der/ die beste Dozent*in mittels einer Onlineabstimmung gewählt. Für beide Fachbereiche wird daraufhin jedes Jahr der Preis der guten Lehre, normalerweise im Rahmen einer Festveranstaltung, verliehen. Auch wenn die aktuelle Corona-Situation sowohl die Ausübung der Lehre als auch die Preisverleihung in ungewohnte Formate zwingt und beides nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen möglich macht, schmälerte dies nicht den Einsatz der beiden diesjährigen Gewinner*innen
Im Lehrjahr 2020 wurde im Forstbereich Prof. Dr. Rupert Seidl und im Sustainable Resource Management-Bereich Prof. Dr. Annette Menzel ausgezeichnet. Die Studierenden wählten die beiden, da sie es trotz aller coronabedingten Einschränkungen
geschafft haben, mittels innovativer Online-Lehrkonzepte und außergewöhnlichem Interesse am Lernerfolg der Studierenden, auch während der Pandemie exzellente Lehre anzubieten. Zudem verbindet beide, dass sie keine Mühen gescheut haben, Hygienekonzepte und alternative Formen der Exkursionsangebote zu entwerfen, um ach die Lehre in der Praxis in größtmöglichem Umfang zu gewährleisten.Wie auch in den vergangenen Jahren freuen wir uns sehr, das Engagement der beiden mit je einer Urkunde sowie eines kleinen Geschenks im Namen aller Studierenden zu würdigen und freuen uns bereits auf die zukünftige Lehre der beiden in der Hoffnung, dass diese auch weiterhin auszeichnungswürdig bleibt.
Forstpolitik in der EU – Schreckgespenst oder guter Geist?
FFH Richtlinie, LULUCF, Green Deal, Waldstrategie… Wer kennt sich da noch aus?
Am 12. Mai 2021 fand die Nachmittags-Onlineveranstaltung zu Forstpolitik in der EU am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan statt. Zahlreiche Studierende, Waldbesitzer*innen und Verbandsvertreter*innen sowie Forstleute folgten den sechs Kurzvorträgen, die von Professor Michael Suda (TUM) und Dr. Kathrin Böhling (LWF) moderiert wurden. Die lebhafte Beteiligung im Chat zeigte, dass das Thema viele Fragen aufwirft und rege diskutiert wird.
In der Europäischen Union gibt es eine Vielzahl waldrelevanter Politiken. Wie Natalie Hufnagl-Jovy (AGDW/DFWR) bei der Veranstaltung deutlich gemacht hat, lässt sich insbesondere für die vergangenen zehn Jahre ein rasanter Anstieg an Regelungen und Strategien, etwa für Naturschutz und Klima, feststellen. Sie sind für die Waldbewirtschaftung mit Zusatzkosten und Einschränkungen verbunden. In den weiteren Beiträgen wurde deshalb genauer auf die Ursachen dieser Entwicklung und Möglichkeiten der Einflussnahme eingegangen. Dr. Franz Josef-Mayer (StMELF) hat seine Arbeit als Bundesratsbeauftragter in EU Gremien vorgestellt. Wie über Wald in der EU entschieden wird und was das für Mitgliedstaaten und Verbände heißt, hat Dr. Kathrin Böhling (LWF) erklärt. Weshalb es in der EU Kompetenzen für Wälder und Waldpolitik braucht, hat die EU Abgeordnete Anna Deparnay-Grunenberg (Grüne) erläutert. Demgegenüber hat sich Steven Dörr (BMEL) für eine klare Haltung gegen einen entsprechenden Kompetenzgewinn ausgesprochen. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit dem Plädoyer von Dr. Stefan Schaffner (AELF Regen), dass die Leistungen von Waldbesitzenden deutlich mehr anerkannt werden müssen.
In der Kommunikation über Wald in der EU sollte daher die Beziehung zwischen Wald und Mensch deutlicher in Erscheinung treten. Es geht um ein „culture system based development“ das diese Beziehung und deren Gestaltung in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung rückt.
Programm
Preisverleihung
Der Vogelphilipp erhält die Dätzel-Medaille
Philipp Herrmann weckt mit Führungen, Zeitungsbeiträgen und der Vogelstimmenhotline in der breiten Öffentlichkeit Interesse für die heimische Natur und den heimischen Wald. Dafür zeichnet das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan den "Vogelphilipp" mit der Georg-Dätzel-Medaille aus. Die Auszeichnung wird für besondere Leistungen in der Anwendung, Umsetzung und Verbreitung von Waldwissen vergeben und vom Förderverein Zentrum-Wald-Forst Holz Weihenstephan e.V. gestiftet.
Philipp Herrmann (Der Vogelphilipp) nutzt moderne Kommunikationsmittel um Menschen für Artenkenntnis und Naturschutz zu begeistern (www.dervogelphilipp.de). Mit seiner Vogelstimmenhotline "coached" er seit fünf Jahren bayernweit inzwischen mehrere tausend Naturinteressierte indem er ihre aufgenommenen Vogelstimmen persönlich über WhatsApp beantwortet. Damit gewinnt er Naturinteressierte und öffnet den Blick für Natur im Allgemeinen und Wald im Besonderen. So wird spielerisch deutlich, welche vielfältigen Lebensräume im Wald vorkommen und dass nur ein strukturreicher Wald mit Alt- und Totholz auch reich an Vogelstimmen ist.
Aus Herrmanns Engagement entstand das Projekt „Der Vogelphilipp“, welches seit 2017 zusammen mit dem BUND Naturschutz läuft. Von 2017 bis 2020 schrieb er gemeinsam mit der Journalistin Claudia Hagn und dem Naturfotografen Christoph Sieradzki die "Wilde Heimat". Wöchentlich erschien diese Kolumne in einem regionalen Anzeigenblatt und erreichte mit den sympathischen Tierportraits über 100.000 Haushalte in der Stadt und dem Landkreis Landshut.
„Der Vogelphilipp“ ist das Ergebnis meiner über 25-jährigen Leidenschaft für Vogel- und Naturkunde. Von klein auf fasziniert mich die Natur und es macht mir besonders viel Freude mein Wissen und meine Faszination an andere Menschen weiterzugeben. Mit dem Projekt „Vogelphilipp“ möchte ich neue Wege im Naturschutz erkunden und erreichen, dass „naturferne“ Menschen auch in der heutigen digitalisierten Zeit ihre Umgebung bewusst wahrnehmen und wieder die Natur schätzen lernen“ so Philipp Herrmann über seine Arbeit.
Mit seiner Arbeit setzt er einen Grundgedanken von Professor Dr. Georg Anton Dätzel – einem Begründer der angewandten Forstwissenschaft – um. Er wird als Mittler zwischen Wald und Gesellschaft tätig, indem er sein reiches Wissen zur Fauna der Wälder und unserer Umwelt der Öffentlichkeit näherbringt. Mit seiner App Erkennungshilfe von Vogelstimmen förderte er „junge Wissenschaftler“ aller Altersklassen sich mit Wald und Umweltthemen unserer nächsten Umgebung zu befassen und sich der Vogelwelt spielerisch und erfolgreich zu nähern. Er versucht so mit seinen Projekten die Menschen für die Natur vor der Haustüre zu begeistern. Über seine innovative Vogelstimmenhotline nimmt er sogar zu Zeiten der Coronakrise bayernweit "Menschen an die Hand" und begeistert sie für die Waldnatur und die Vogelstimmen.
Er arbeitet an der Schnittstelle von analogem Naturschutz und der digitalen Welt. Herkömmliche Vogelstimmenwanderungen, Exkursionen zu den Lachmöwen und die Tagespresse sind genauso sein Thema wie die neuen Medien Facebook, Instagram, Twitter, WhatsApp und seine eigene Homepage.
Aktuell bietet der Vogelphilipp zusammen mit dem BUND Naturschutz noch bis Ende Mai eine ganz besondere Aktion an: Kostenlose, digitale Sonntagsexkursionen und tägliche Frühstücksrätsel in seinem WhatsApp-Status.
"Forstlicher Unternehmertag & Ressource Holz" 2021, Teil 2
Trends in der Laubholzernte
10. Juni 2021, 17:00 Uhr, Online-Veranstaltung
Die virtuelle Veranstaltungsreihe mit vier Terminen ersetzt für das Corona-Jahr 2021 die sonst im jährlichen Wechsel stattfindende Tagung „Forstlichen Unternehmertag“ in Freising bzw. „Ressource Holz“ des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und-Automatisierung IFF in Magdeburg.
Programm
Moderation: Dr. Eva Tendler
Begrüßung: Prof. Dr. Volker Zahner, Leiter des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan
Impuls 1: „Aktuelle Fälltechniken bei der motormanuellen Laubholzernte“
- Kai Lippert, Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik
- Thomas Fottner, Bayerische Waldbauernschule
- Florian Rauschmayr, Hochschule Weihenstephan Triesdorf
Impuls 2: „Vollmechanisierte Holzernte“
- Dr. Herbert Borchert, Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft interviewt Forstunternehmer Tobias Eich, Rothenbuch
Impuls 3: „Sortierung bei der Laubholzernte mit Harvester“
- Caroline Bennemann, Doktorandin an der Université Laval, Kanada
Impuls 4: Sicher Arbeiten im Laubholz - Unfallgeschehen und fachliche Empfehlungen
- Klaus Klugmann, SVLFG
Diskussion
Schlusswort: Norbert Harrer, Berufsverband der Forstunternehmer Bayern e.V.
Anmeldung
Die Veranstaltungsreihe „Reihe Ressource Holz & Forstlicher Unternehmertag“ wird gemeinsam vom Fraunhofer IFF, der Technischen Universität München, dem Cluster Forst und Holz in Bayern und dem Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan durchgeführt.
Die Veranstaltung ist kostenlos, der Anmeldezeitraum läuft bis zum 8. Juni 2021. Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung das unten angefügte Anmeldeformular. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung per E-Mail an die angegebene Adresse. Der Eventlink wird zeitnah vor der Veranstaltung separat versendet. Die Veranstaltung findet über Cisco Webex statt.
Wir freuen uns, Sie am 10. Juni begrüßen zu dürfen.
Weitere Informationen
Zu warmer, zu trockener Winter – Leidet unser Wald?
Waldklimaforscher der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) bestätigen: Der Winter war in Bayern zwar schneereich, aber die Gesamtniederschläge lagen ein weiteres Mal unter dem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig gab es mehr Sonnenschein und es war zu warm. Was bedeutet das für den Wald? Konnten die Waldböden im Winter dennoch genügend Wasser speichern, damit den Bäumen nicht schon zu Beginn der Vegetationszeit „der Saft ausgeht“?
Die Messungen der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigen: Es war der neunte zu warme Winter in Folge. Und er war zu trocken. Doch was bedeutet dies für den Wald? Konnten überall in Bayern in den Waldböden trotzdem wieder so viel Wasser gespeichert werden, dass Bäume und Neupflanzungen gut in die forstliche Vegetationsperiode starten können? Die gute Nachricht zu Beginn des zweiten Quartals: In den meisten Regionen Bayerns ist gute Grundlage für die Wasserversorgung der bayerischen Wälder gelegt. In einigen nordbayerischen Gegenden sind die Böden schon nicht mehr voll wassergesättigt. Daher kommt es nun vor allem auf die Niederschläge im April und Mai an, wie unsere Wälder und Forstkulturen in die Vegetationsperiode 2021 starten können.
Der Klimarückblick aufs erste Quartal:
2021 begann in weiten Teilen Bayerns durchaus positiv für den Wald: Nach einem Dezember mit rund einem Drittel weniger Niederschlag glich der Januar dies heuer mit überdurchschnittlichen Niederschlägen wieder aus. Vor allem im letzten Monatsdrittel sorgte die regenreiche Tauwetterperiode für eine deutliche Auffüllung der Bodenwasservorräte. Damit konnte Wasser aus den Waldböden ins Grundwasser gelangen und so zur dringend benötigten Grundwasserneubildung beitragen. Der Februar war ein Monat der Extreme zwischen der eisigen ersten Februarhälfte und dem folgenden Vorfrühling mit ungewöhnlicher Wärme. Bedingt durch die Schneeschmelze füllten sich in den meisten Regionen die Bodenwasserspeicher wieder komplett. In Regionen ohne viel Schnee nahm die Bodenfeuchte aber schon wieder leicht ab, da die Nadelbäume schon wieder mit der Verdunstung begannen und Wasser aus dem Boden saugten. Insgesamt waren aber die Startbedingungen für die forstlichen Frühjahrskulturen heuer günstig.
Im März bestimmte ein verfrühtes „Aprilwetter“ die Witterung. Nach polarer Kaltluft mit Graupelgewittern, Schneefällen und Sturmböen verabschiedete sich der erste meteorologische Frühlingsmonat mit frühsommerlicher Wärme. Im Ergebnis war der März ein sehr sonniger, warmer und niederschlagsarmer Monat. Die Wasservorräte in den Waldböden gingen daher wieder leicht zurück, so dass die Bodenwasserspeicher am Ende nicht mehr ganz gefüllt waren.
Weiterführender Link mit Daten und Zahlen:
Online Veranstaltung (Webex)
Forstpolitik in der EU – Schreckgespenst oder guter Geist?
FFH Richtlinie, LULUCF, Green Deal, Waldstrategie… Wer kennt sich da noch aus?
Für Europas Wälder gibt es seit über 20 Jahren eine gemeinsame Waldstrategie, die aktuell neu verhandelt wird. Nicht nur das! In Brüssel werden zunehmend Gesetze und Regelungen verabschiedet, die für die von Wäldern erbrachten Leistungen relevant sind. Die Veranstaltung „Forstpolitik in der EU“ richtet sich deshalb an heutige und zukünftige Waldbewirtschaftende und Waldbesitzende. Vertreter*innen aus Politik, Ministerien und der Forstverwaltung erklären, was EU Forstpolitik ist, wer wie darüber entscheidet, was zu erwarten steht und was dies alles für die Forstpraxis bedeutet. Moderiert wird die dreistündige Veranstaltung von Prof. Dr. Michael Suda (TUM) und Dr. Kathrin Böhling (LWF).
Moderation
Professor Michael Suda, TUM und Kathrin Böhling, LWF
Programm
Anmeldung
Der Anmeldezeitraum lief bis zum 9. Mai 2021. Nach Absenden des Anmeldeformulars erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Ab dem 10. Mai 2021 werden die Meeting-Links zur Teilnahme an der Veranstaltung verschickt. Die Veranstaltung findet über Cisco Webex statt.
Wir freuen uns, Sie zu der EU-Online-Veranstaltung am 12. Mai begrüßen zu dürfen.
Studierenden-Projekt ermöglicht digitalen Waldbesitzertag
Am 20. März 2021 fand der erste digitale Waldbesitzertag der FBG Aiglsbach statt. Eine Kooperation zwischen der FBG und der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der HSWT, ermöglichte das rein digitale Format. "Es war zugleich der erste digitale Waldbesitzertag in Niederbayern" so Georg Huber, der als erster Vorsitzender der FBG Aiglsbach und der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Niederbayerns den digitalen Waldbesitzertag gemeinsam mit Dr. Joachim Hamberger, Behördenleiter des zuständigen AELF Abensberg, gemeinsam eröffnete.
Eine Gruppe von rund 15 Studierenden plante die Veranstaltung im Rahmen des Wahlfachs Kleinprivatwaldbewirtschaftung. Die Studierenden bereiteten die Themen Forstpflanzen, Z-Baumstrategie sowie Biotopbäume und Totholz mit Videos und Bildmaterial vor. An der Zoom-Veranstaltung standen sie neben der FBG-Försterin Stephanie Müller für Fragen und Erläuterungen live zur Verfügung. 55 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer nutzten die Gelegenheit, um sich über Aktuelles und Wissenswertes rund um den Wald zu informieren. Darüber hinaus konnten die Studierenden Einblicke und erste Erfahrungen im Privatwald sammeln, der nach dem Abschluss des Studiums als möglicher Arbeitgeber zur Verfügung steht.
Betreut wurde die Kooperation von Professor Dr. habil. Erwin Hussendörfer, Fachbereich Waldbau, Ökologische Genetik, Forstliches Vermehrungsgut, Naturgemäße Waldwirtschaft und Florian Rauschmayr, Dozent für Waldarbeit und Holzerntetechnik an der HSWT.
Nationales Forum zur Fernerkundung
Vom 23. bis 24. März 2021 fand unter dem Leitmotiv „Copernicus: Neue Dimensionen“ das „Nationale Forum für Fernerkundung und Copernicus“ erstmals virtuell statt. Über 900 Teilnehmende nahmen am Forum teil. In 18 Fachsessions wurden die aktuellen Möglichkeiten und zukünftigen Einsatzbereiche der Fernerkundungstechnologie mit Fokus auf dem Copernicus Erdbeobachtungsprogramm der ESA beleuchtet.
In einer eigenen Forstsession mit dem Titel „Waldschäden in Zeiten des Klimawandels und ihre Erfassung durch Fernerkundungsdaten“ wurde die Erfassung klimawandelinduzierter Schäden am und im Wald durch Fernerkundungsmethoden beleuchtet.
Im Anschluss an eine Keynote von Rudolf Seitz, in der die bundesweiten Aktivitäten zur forstlichen Schadenserfassung aus Fernerkundungsdaten dargestellt wurden, kamen drei Expert*innen aus Deutschland (Karina Hoffmann, Staatsbetrieb Sachsenforst), Österreich (Prof. Dr. Mathias Schardt, Joanneum Research Graz) und der Schweiz (Dr. Lars Waser, WSL Birmensdorf) zu Wort. In ihren Vorträgen hoben die Expert*innen die enormen Möglichkeiten bei der Verwendung von Fernerkundungsdaten zur Erfassung und dem Monitoring von Schäden am Wald hervor. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit des damit verbundenen planmäßigen Geodatenmanagements gezeigt und auch prinzipbedingte Beschränkungen des Fernerkundungseinsatzes z.B. durch witterungsbedingte und phänologische Hürden im Rahmen der Aufnahme optischer Daten dargestellt.
https://www.d-copernicus.de/infothek/veranstaltungen/nationales-forum-2021/


