Kitze retten und Wissenschaft unterstützen
Jedes Jahr fällt die Setz- und Aufzuchtzeit von vielen Jungtieren, wie z.B. Rehkitzen, mit der Frühjahrsmahd zusammen. Die Jungtiere werden aufgrund der guten Deckung und des Nahrungsangebots häufig in Grünlandflächen abgelegt. In den ersten Lebenswochen haben die Rehkitze keinen Fluchtreflex, sondern drücken sich bei annähernder Gefahr. Dadurch können Rehkitze jedoch von landwirtschaftlichen Maschinen erfasst werden. In dem Forschungsprojekt „Wildtierrettungsstrategien“ arbeiten die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und die Technischen Universität München (TUM) zusammen, um Maßnahmen zur Wildtierrettung zu erforschen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die wildbiologischen Hintergründe, wie das Geißen- und Kitzverhalten, besser zu verstehen und verschiedene gängige Maßnahmen der Wildtierrettung, wie Detektions- und Vergrämungsmaßnahmen, zu evaluieren und zu optimieren. Unser gemeinsames Ziel ist: „Mehr Rehkitze sollen den Sommer erleben!“. Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir Sie um Ihre Mithilfe bitten.
Wenn Sie in den kommenden Wochen bei Ihrer Tätigkeit Kitze finden oder gezielt zu mähende Flächen absuchen, können Sie uns unterstützen- Melden Sie uns die Informationen zu den genauen Liegeplätzen der Tiere über ein Onlineformular z.B. mit Ihrem Mobiltelefon. Genauso wichtig für unser Projekt sind Informationen über landwirtschaftliche Flächen, in denen keine Kitze gefunden wurden, sowie die von Ihnen eingesetzten Techniken und Maßnahmen (https://www.wildtierportal.bayern.de/wildtierrettungsstrategien oder den QR-Code rechts scannen). Die Meldung ist alternativ auch über einen Aufnahmebogen mit Rücksendung per Post, Email oder Fax möglich (siehe gleicher Link und dann an kitzmeldung.oekoklim.wzw@tum.de). Alle übermittelten Daten sind für Dritte nicht zugänglich, werden selbstverständlich anonymisiert abgespeichert und auch nur anonymisiert ausgewertet.


Wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen. Mit Ihrer Erfahrung und der Übermittlung Ihrer Daten tragen Sie dazu bei, die Methoden zur Rettung von Wildtieren in den kommenden Jahren zu optimieren. Gerne dürfen Sie diesen Aufruf und den angefügten Link/QR-Code weiterleiten.
Ihr Team „Wildtierrettungsstrategien“



