„Es muss nicht unbedingt multispektral sein“
VDV-Landespreis Bayern für die Bachelorarbeit „Potenzial des Einsatzes von UAV zur Untersuchung bei Trockenheitsschäden zu Buchen“

Um Trockenschäden an der Baumart Buche in räumlich hochaufgelösten Drohnenaufnahmen erkennen zu können, müssen nicht unbedingt Kanäle des nichtsichtbaren Lichts Anwendung finden. Zu diesem grundlegenden Ergebnis kam Lukas Decker in seiner 2021 angefertigten Bachelorarbeit mit dem Titel „Potenzial des Einsatzes von UAV bei Untersuchungen zu Trockenheitsschäden an Buchen“, die an der Fakultät für Kunststofftechnik und Vermessung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) angefertigt wurde. Herr Decker untersuchte RGB- und Multispektraldaten aus Drohnenbefliegungen 2019 und 2020 im Irtenberger Forst südwestlich von Würzburg. Er errechnete verschiedene Vegetationsindizes unter Einbeziehung von RGB-Daten sowie aus der Kombination von RGB- und Infrarotdaten und verglich die automatisierten Einwertungen mit ca. 1800 Einzelbaumeinwertungen der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF). Lukas Decker kam zum Ergebnis, dass Vegetationsindizes mit Eingangsdaten aus dem sichtbaren Spektralbereich des Lichtes aufgrund der hohen Auflösung der UAV-Daten zu nahezu vergleichbar guten Einwertungen geführt haben wie Vegetationsinidizes, basierend auf „multitspektralen Indizes“. Die wissenschaftliche Arbeit wurde an der FHWS geleitet durch Prof. Dr. Ansgar Brunn. Initiiert und begleitet wurde die Arbeit am ZWFH von Dr. Hans-Joachim Klemmt (LWF). Die Arbeit wurde vom Verband Deutscher Vermessungsingenieure VDV bzw. vom Bundesverband für Geodäsie und Geoinformatik als herausragend angesehen und im Rahmen des Geodätischen Kolloquiums 2021 seitens des VDV prämiert. Die Übergabe der Urkunde konnte coronabedingt erst am 03. Februar 2022 in Schwandorf erfolgen.


