Michael Suda

Ende September verließ Prof. Dr. Michael Suda, Leiter des damit aufgelösten Lehrstuhls für Wald- und Umweltpolitik, die TUM und „läuft“ in den Ruhestand. Seit 1995 gestaltete Suda aktiv die vielfältigen Umbrüche, die sich durch die Angliederung der Forstfakultät der LMU an die TUM, die organisatorischen Neuausrichtungen, die den Lehrstuhl schließlich in die School of Management der TUM führten, sowie die Umstellung auf das Bachelor-Master-Studium ergaben. Studierenden und Praktikern verdeutlichte er dabei als exzellenter Didaktiker – ausgezeichnet mit 13 Lehrpreisen – mit viel Humor den Wandel in der Gesellschaft und den Strukturwandel bei Privatwaldeigentümern und forstlichen Organisationen. Über seine Emeritierung hinaus leitet Suda weiterhin das Forschungsprojekt „WidK- Waldeigentum in der Krise“ und bleibt damit dieser wichtigen Thematik verbunden. Seine Begeisterung für den Wald und die Forstwissenschaft prägte viele Studierende, die mit einem kritischen Blick auf die vielfältigen Interessen am Wald die Zukunft der Wälder gestalten werden. Aufgrund seiner vielfältigen Forschung zur Umweltkommunikation konnte Suda Begriffe des Nachdenkens belegen, wie das oft falsch interpretierte „Schlachthausparadox“, in dem sich die Forstwirtschaft zwischen den rein positiv belegten Begriffen Wald und Holz befindet, die „Halbwertszeit des Vergessens“ zur schnellen Verdrängung vergangener Schadenereignisse durch Naturgefahren oder die „Multifunktionalität als sinnstiftende Le(e)(h)rformel".
Klaus Pukall



