Neue Stabsstelle „Wildbiologie und Wildtiermanagement“ an der Bayer. Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

Die Bayerische Landesanstalt ändert ihre interne Organisation und stärkt damit den Forschungsbereich Wildbiologie und Wildtiermanagement. Mit Beginn des Jahres 2023 wird hierzu der Aufgabenbereich der wildbiologischen Forschung aus der LWF-Abteilung 6 „Biodiversität, Naturschutz und Jagd“ herausgelöst und direkt dem LWF-Präsidenten zugeordnet. Mit diesem Schritt trägt die LWF der wachsenden Bedeutung und Dynamik der wildbiologischen Forschung Rechnung. Die neu etablierte Stabsstelle führt den Namen "Wildbiologie und Wildtiermanagement" und wird von Dr. Wibke Peters geleitet. Ihr Stellvertreter ist Dr. Hendrik Edelhoff.
Das Forschungsteam Wildbiologie an der LWF besteht seit 2016. Die derzeit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befassen sich mit aktuellen Fragestellungen zur Ökologie von Wildtieren ebenso wie zu Themen des Wildtiermanagements. Dazu gehören Schwerpunkte wie das grenzübergreifende Rotwildmanagement im Gebiet Bayern-Tschechien, den Überschneidungen menschlicher Landnutzung und den Ansprüchen der Wildtiere im Bergwald, der Populationsschätzung der Wildkatze oder auch dem Raum-Zeit-Verhalten der Schalenwildarten unter dem Einfluss des Wolfes. In den kommenden Jahren stehen für die Wildbiologinnen und Wildbiologen neue Forschungsthemen im Bereich der Genetik, der Tierseuchenprävention (z.B. Afrikanische Schweinepest) und der Weiterentwicklung der Methodenkompetenz im Wildtiermonitoring an.

Dr. Wibke Peters ist seit 2016 für den wildbiologischen Aufgabenbereich an der Landesanstalt zuständig. Der Weg zur LWF führte sie über die USA, Kanada, Italien und Norwegen, wo sie Untersuchungen unter anderem zu Räuber-Beute-Beziehungen und menschlichen und klimatischen Einflüssen auf die Raumnutzung des Schalenwilds durchführte. Dr. Hendrik Edelhoff ist seit 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Arbeitsbereich und befasste sich im Rahmen seiner Promotion intensiv mit der Biologie und dem Management heimischer Wildtiere.


