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Verabschiedung in den Ruhestand

Interview mit Heinrich Förster

Heinrich Förster, der langjährige Geschäftsführer des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan (ZWFH), wurde mit Ablauf des Monats November 2021 in den Ruhestand verabschiedet. Die Geschäftsführung übergab er an Dr. Markus Schaller. Prof. Dr. Volker Zahner hat mit ihm zum Abschluss seiner Dienstzeit ein Interview geführt.

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Sehr geehrter Herr Förster, woher stammen Sie und wie kamen Sie zum Forststudium?

Geboren bin ich in Würzburg. Mein Ziel war ein naturwissenschaftliches Studium mit Kontakt zu Menschen, kein reiner Labor- oder Schreibtischjob. Ein damaliger Bekannter, ein junger Forstrat, machte mir den Forstberuf schmackhaft – eine ideale Verbindung von Natur, Mensch und Gesellschaft. So war es schnell klar, dass der Forstberuf einfach der Beruf für mich ist.

Was war die Motivation sich an das Forstzentrum zu bewerben?

Die Möglichkeit über bis dahin zwei Regierungsbezirke hinaus, in denen ich für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich war, in ganz Europa für die Erkenntnisse der Wissenschaftler aus dem ZWFH öffentlichkeitswirksam und politisch tätig zu sein.

Wie viele Jahre haben Sie nun am Zentrum WFH gewirkt?

Seit dem 16. März 2009 war ich als GF tätig, also über 12 Jahre.

Was waren in all den Jahren die Dinge, die Sie am meisten geschätzt haben?

Die Kontakte zu allen Ebenen der Wissenschaft, Praxis, der Politik und der Verbände, den verschiedenen Interessensvertretern und den Bürgern sowohl im kleinen Rahmen als auch bei Großveranstaltungen, die von der Geschäftsstelle des ZWFH organisiert wurden. Wichtig war mir bei diesen Gelegenheiten der Austausch mit den Menschen.

Was waren persönliche Höhepunkte für Sie?

Erfolgreiche Veranstaltungen, bei denen die geplanten Zielgruppen erreicht werden konnten, z.B. die für die Vertreter der Bayerischen Forstwirtschaft organisierten Waldtage, bei denen vom interessierten Bürger bis zu Entscheidern in der Politik alle eine Plattform fanden.

Waldtag 2016

Wo sehen Sie künftig die größten Herausforderungen in Ihrem Arbeitsfeld?

Die Forstberufe an die gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen, d.h. die Ansprüche der Bürger zu erkennen und wenn nötig im öffentlichen Wald zu berücksichtigen, den Privatwaldbesitzern die Unterstützung zu geben und auch deren Vorstellungen wenn möglich, nachzukommen, ohne Verluste an eigenen Zielen und finanziellen Verlusten.

Was bedeutete Ihnen das Zentrum Wald Forst Holz?

Die Geschäftsstelle des ZWFH, als europaweit einzigartiges Kompetenzzentrum mit seinen Wissenschaftlern und deren Institutionen war über die Jahre ein einzigartiger Arbeitsplatz. Es ist uns in dieser Zeit gelungen die interne und externe Kommunikation zu verbessern. Die Wahrnehmung des ZWFH in der Politik bayernweit, deutschlandweit und auch europaweit konnte deutlich verbessert werden. Kontakte zu z.B. EFI, DFWR, AGDW Verbänden und Interessensvertretern wurden entwickelt, intensiviert und konnten im Sinne der Strategie des ZWFH weiter ausgebaut werden. Die Möglichkeiten hier am Campus „über den Hof“ Gespräche zu führen und Teams zusammenzustellen darf auch in Zeiten erfreulicher Entwicklungen in der digitalen Kommunikation nicht unterschätzt werden.

Was würden Sie dem Zentrum gerne noch für die Zukunft mit auf den Weg geben?

Bei aller Wichtigkeit der Individualität der Partner, gemeinsam an wichtigen Strängen in die gleiche Richtung zu ziehen, um die Möglichkeiten der gemeinsamen umfassenden Kompetenz für die erfolgreiche Weiterentwicklung des ZWFH in verschiedenen wichtigen Wissensbereichen und der Politik zu nutzen.

Wissen Sie schon mit welchen Beschäftigungen Sie Ihr Plus an Freizeit füllen wollen?

Möglichst erfolgreich Herr meiner Zeit zu sein, sie mit Sport und Lesen zu füllen. Mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen, insbesondere in der Zeit nach Corona, mit unserer Tochter, die in London lebt, live, und nicht nur am Rechner zu verbringen.

Die Arbeit war schön, aber auch bei einem kreativen Arbeitsfeld ist man in vielen Bereichen fremdbestimmt. Davon befreit zu sein, ist ausgesprochen verlockend.

Weitere Informationen

Pressemitteilung "Geschäftsführer-Wechsel im Zentrum Wald-Forst-Holz"

 

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