Neue Mitarbeiterin an der Fakultät Wald und Forstwirtschaft
Im September 2019 begann Dr. Martina Hudler ihre Tätigkeit als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der HSWT. Im Bereich Jagdlehre und Wildtiermanagement vermittelt sie den Studierenden ab dem dritten Semester sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Fähigkeiten.
Nach ihrem Masterabschluss 2012 an der TU München im Bereich Biowissenschaften mit den Schwerpunkten Wildtierbiologie, Tierphysiologie und Epidemiologie promovierte Frau Hudler am Lehrstuhl für Tierernährung in der Arbeitsgruppe Wildtierbiologie und Wildtiermanagement im Bereich "Rehwild Ernährung". Nach dem Ende ihres Promotionsstipendiums 2016 war Frau Hudler mehrere Jahre in der freien Wirtschaft tätig, zuletzt als Analystin in einer Unternehmensberatung.
Frau Hudler tritt die Nachfolge von Frau Dr. Fiona Schönfeld an, die von Oktober 2009 bis März 2019 an dieser Position tätig war.
https://www.hswt.de/person/martina-hudler.html
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Dissertation: am LS Tierernährung, Arbeitsgruppe Wildtierbiologie und Wildtiermanagement der TUM, Titel: Vergleichende Untersuchung der Nahrung und ernährungsphysiologischer Aspekte zweier Rehwildpopulationen in Bayern. |
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Master Thesis: in Uganda (Kooperation: TUM und Makerere University und Universität Hohenheim) über molekulare Differenzierung von Taeniiden (Bandwürmer) beim Löwen, Leoparden und Hyänen (Titel: Molecular Differentiation of Taeniid Tapeworm in Uganda's Large Predators and Domestic Dogs, Bereich: Wildtierbiologie und Epidemiologie) |
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Bachelor Thesis: an der TUM über das Nahrungsspektrum vom Rotfuchs (Titel: Untersuchung des Nahrungsspektrums vom urbanen und ruralen Rotfuchs (Vulpes Vulpes) anhand von Mageninhaltsanalysen in München und Umkreis, Bereich: Wildtierbiologie und Wildtiermanagement) |
Freisinger Hochschulgruppen in Tuttlingen
Die Weißtanne als Hoffnungsträger
Die Hochschulgruppe Weihenstephan der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) und die Hochschulgruppe Junges Netzwerk Forst (JNF) der TU München besuchten vom 06.–08. September 2019 den Forstbetrieb der Stadt Tuttlingen in Baden-Württemberg.Dieser wird seit dem Amtsantritt des städtischen Forstbetriebsleiters Hubert Geiger vor knapp 30 Jahren nach den Grundsätzen der Naturgemäßen Waldwirtschaft bewirtschaftet. Im ehemaligen Kahlschlagsbetrieb dominieren derzeit noch die Fichte mit 49% und die Buche mit 31%. Die Wiedereinbringung bzw. Wiederausbreitung der Weißtanne als einheimische Mischbaumart ist jedoch in vollem Gange.

Am Freitag, den 06. September 2019, trafen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion an der Wildkammer des städtischen Forstbetriebs, die an diesem Wochenende noch stark in Anspruch genommen werden sollte. Nach dem Bezug der Unterkunft und einer kleinen Ansprache zur jagdlichen Situation im Forstbetrieb ging es auf den ersten Sammelansitz in einem Revier der städtischen Regiejagd. Im Anschluss daran folgte ein Abendessen auf der örtlichen Diensthütte und erste gute Gespräche rund um den Umgang mit der Weißtanne.
Am Samstag trafen sich alle TeilnehmerInnen im Forstrevier Nendingen des städtischen Forstbetriebs mit Trainee Michael Hager, welcher am ersten Exkursionspunkt eindrucksvoll zeigte, inwieweit mit der Tanne in ehemaligen Fichtenmonokulturen umgegangen werden kann. Die beiden wesentlichen Schlüssel für das Aufkommen der Tannennaturverjüngung waren der sorgfältige Umgang mit den Lichtverhältnissen für die Tanne unter Schirm und das jagdliche Engagement, damit sich die anfliegenden Tannensamen im Jungwuchs etablieren können.
Am zweiten Exkursionspunkt ging es in einen Bestand außerhalb der städtischen Regiejagd, in welchem aufgrund unangepasster Wildbestände verschiedene Einzelschutzmaßnahmen ausprobiert und diskutiert wurden. Alle Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass solche kostenintensiven Einzelschutzmaßnahmen nur als Ultima Ratio gelten dürfen.
Der letzte Exkursionspunkt des Tages waren zwei benachbarte Bestände in der städtischen Regiejagd, in welchen vor sechs Jahren die Weißtanne künstlich eingebracht worden ist. Hier wurden Vor- und Nachteile von flächigem Tannenvoranbau oder Tannenvoranbau in Gruppen diskutiert und inwieweit der günstige Kleinstandort für die Sämlingspflanzung zu berücksichtigen ist.
Nach der Besichtigung aller Exkursionspunkte trafen die Studenten wieder in der Diensthütte ein, in welcher gegrillt wurde und die verschiedenen Exkursionspunkte noch einmal nachbesprochen wurden. Das waldbauliche Exkursionsprogramm wurde durch erfolgreiche morgendliche und abendliche Sammelansitze ergänzt.
An dieser Stelle gilt ein großer Dank dem städtischen Forstbetriebsleiter Herrn Hubert Geiger für die Ermöglichung einer solchen Exkursion und Herrn Michael Hager für eine hervorragende und sehr informative Gestaltung der Exkursionspunkte zum „Hoffnungsträger Weißtanne“ im Stadtwald Tuttlingen.
KWF-Thementage 2019
Das Forsttechnikteam der LWF präsentiert den bayerischen Rückewegebau im hessischen Richberg.
Mehr als 1200 Besucherinnen und Besucher informierten sich bei den 5. KWF-Thementagen „Walderschließung heute – Neue Wege zur Logistik“ über neue und bewährte Techniken und Arbeitsverfahren im Bereich der Walderschließung. Das LWF-Forsttechnikteam um Michael Bossenmaier, Stefan Geßler und Siegfried Waas präsentierte zusammen mit Thomas Fottner von der Bayerischen Waldbauernschule die fachmännische Planung, Trassierung und Bauweise von Rückewegen (=Maschinenweg). Die Praxisdemonstration zielte vor allem darauf ab, die Vielfalt im Maschinenwegebau aufzuzeigen, und zwar vom hessischen Flachland bis zum bayerischen Hochgebirge. In halbstündigen Durchgängen wurde dem Fachpublikum der Rückewegebau im Echtbetrieb vorgeführt. Das gut besuchte Exkursionsbild zeigte einen befestigten Maschinenweg im leicht geneigten Gelände auf einem befahrungsempfindlichen Standort. Die zweitägige Veranstaltung war trotz hochsommerlicher Temperaturen ein erfolgreiches Branchentreffen.

Weitere Informationen:
Silber bei den Europameisterschaften im Forstlichen Orientierungs-Laufen
Deutsche Mannschaft holt Silber bei Europameisterschaften im Forstlichen Orientierungs-Laufen (EFOL) unter Beteiligung von Wissenschaftlern des ZWFH
Ein fünfköpfiges deutsches Team fuhr vom 5.–10. August 2019 zum Forstlichen Orientierungslauf nach Jablonec nad Nissu (Gablonz an der Neisse) in Tschechien. Der Wettkampf ermittelte unter rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 Nationen die orientierungstechnisch besten und dabei schnellsten Läufer aus der Forstbranche. Lediglich Karte und Kompass halfen bei der Navigation durch Stadt-, Park- und Waldlandschaften.
Startberechtigt in den Meisterschaftsklassen sind alle Beschäftigten der Forstbranche, die Waldbesitzer, Forststudenten und Auszubildende im Forstbereich sowie ihre Angehörigen, also Eheleute, Kinder und Geschwister. In der offenen Klasse (Open Class) ist jedermann eingeladen teilzunehmen. Neben der Forstwissenschaftler-Familie Blaschke (LWF)/Weber-Blaschke (HFM, TUM) des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan war auch eine Forst-Familie aus Niedersachsen dabei.
Nach einem Tag Training und Eingewöhnung in die nordböhmischen Wald-und Lauf-Verhältnisse waren an den darauffolgenden Tagen ein Sprintwettbewerb rund um das Leichtathletikstadion der Gastgeberstadt Jablonec, sowie ein Mitteldistanz- und ein Staffelwettbewerb in den stadtnahen Wäldern des Isergebirges zu absolvieren. Abgerundet wurde die sportliche Veranstaltung mit feierlichen Eröffnungs- und Abschlusszeremonien, einem forstfachlichen Seminar, einem gemeinschaftlichen Bankett sowie forstlichen und kulturellen Exkursionen, um Land und Leute kennen zu lernen.
Die Ergebnisse der deutschen Teilnehmer lassen sich durchaus sehen, auch wenn insbesondere die skandinavischen und osteuropäischen Läuferinnen und Läufer, bei denen Orientierungslaufen zu den Nationalsportarten zählt, erwartungsgemäß nicht zu schlagen waren.
Ergebnisse
Sprint: 5. Platz Lukas Blaschke (M14), 12. Platz Markus Blaschke (M55), 2. Platz Gabriele Weber-Blaschke (open class),
Mitteldistanz: 8. Platz Lukas Blaschke (M14), 9. Platz Markus Blaschke (M55), 5. Platz Gabriele Weber-Blaschke (open class),
Staffel: 2. Platz (Silbermedaille) Lukas Blaschke (Deutschland) mit Lauf-Partner aus Litauen (M14), 8. Platz Markus Blaschke (Deutschland) mit zwei Lauf-Partnern aus Estland und Finnland (Herren-Senioren 165), 5. Platz Deutschlandstaffel Gabriele Weber-Blaschke mit zwei Lauf-Partner*innen aus Niedersachsen (open class).
Weitere Details: https://www.forstpraxis.de/europameisterschaften-im-forstlichen-orientierungs-laufen/
EFOL 2020
Die nächsten Europameisterschaften im Forstlichen Orientierungs-Laufen (EFOL) finden 2020 in Grodno im Westen von Weißrussland in der Nähe der litauischen und polnischen Grenze statt. Markus Blaschke, Teamleader der deutschen Mannschaft, nimmt Anmeldungen aus der deutschen Forstbranche gerne entgegen, E-Mail: info@efol.de; http://www.efol.de
Tagungsbericht zum Baum des Jahres 2019 – Die Flatterulme am 18. Juli 2019
Ob auf feuchten Flächen, als Stadtbaum oder als Landschaftsgehölz, selbst als Kurzumtriebsplantage – die Flatterulme hat’s in sich – und wurde zu recht Baum des Jahres 2019.
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) haben deshalb eine Tagung zu Ehren dieser Baumart in Landshut in den Bernlochner Sälen organisiert.
Der Vormittagsblock war den Vorträgen gewidmet. Vier Referenten informierten die etwa 100 Teilnehmer über die Stärken und Schwächen, ihre Verbreitung, Standortsansprüche und über die waldbaulichen Erfahrungen mit dieser Baumart. In den Pausen konnten Skulpturen von lokalen Künstlern aus Flatterulme bestaunt werden – und deren Entstehung. Bildhauerin Martina Kreitmeier schuf am Rande der Tagung eine Skulptur aus einer Flatterulme.
Anschließend wurden 52 alte Flatterulmen auf der Ringelstecherwiese neben dem Tagungsort besichtigt. Der Rundgang durch das parkartige Naturdenkmal wurde von den für die Anlage zuständigen Experten der Stadt Landshut begleitet.
Zuletzt ging es noch mit dem Bus in die Ergoldinger Isaraue. Der Naturwissenschaftliche Verein Landshut wartete dort mit einer Hebebühne auf die Exkursionsteilnehmer und präsentierte allerlei in der Krone einer alten Flatterulme gefundene Insekten. Daneben wurde noch ein Auwald mit alten Flatterulmen sowie eine Erstaufforstung aus Flatterulme und anderen seltenen Baumarten aus den 1990er Jahren besichtigt.
Mit Kuchen und kühlen Getränken wurde der Tag dann im Schatte der Flatterulmen beschlossen.
Jahrestagung der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG)
Freising, 26. bis 31. Juli 2019 an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Die Dendrologinnen und Dendrologen hielten ihre Jahrestagung auf Einladung von Swantje Duthweiler und Jörg Ewald im Gebäude D1 der HSWT in Weihenstephan ab. Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden Eike Jablonski und Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher widmeten sich die rund 80 Teilnehmer/innen dem Thema „Gehölze und Klimawandel“ mit Vorträgen zu Stadtbäumen (Stephan Pauleit, TUM), Analogregionen (Tobias Mette, LWF) und zur Flatterulme (Stefan Müller-Kroehling, LWF), ergänzt durch Führungen in die Weihenstephaner Versuchs- und Sichtungsgärten und den Weltwald im Kranzberger Forst.
Am Montag und Dienstag wurden Exkursionsziele „zwischen Weltenburger Enge und Fünfseenland“ besucht: Hienheimer Forst mit Ludwigshain (Forstbetrieb Kelheim), Gerolfinger Eichenwald (Stadtwald Ingolstadt), Isarblick bei Wolfratshausen, Bernrieder Vorsprung (Wilhelmina Busch-Park), Ammerseeufer (Sorbus-Hybriden), Forstlicher Versuchsgarten Grafrath und Arboretum Reiffenstuel (Pfarrkirchen). Für das reichhaltige Programm und die unvergesslichen Biergartenbesuche bedankte dich die Gesellschaft mit eigens angezogenen Jubiläums-Ginkgos.
Tag der Forschung zum Thema Biodiversität
Mit der Reihe »ForschungsLand Bayern – Hier wächst Wissen« stellt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) dieses Jahr am 8. November 2019 im Sitzungssaal des Ministeriums spannende Forschungsergebnisse aus seinem Ressort vor. Zum Informationsaustausch und Networking für neue und innovative Forschungsprojekte werden Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie Repräsentanten aus Praxis, Politik und Gesellschaft erwartet.
Das Megathema „Biodiversität“ lädt ein, eine Analyse der bayerischen Situation vorzunehmen und den Status Quo mit aktuellen Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität zu präsentieren.
Frau Staatsministerin Michaela Kaniber beantwortet dazu Fragen im Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Fasel, Chefredakteur von „bild der wissenschaft“. Anschließend erwartet die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm mit Forschungsvorträgen bayerischer Projekte und Studien aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Nachwachsenden Rohstoffen. Zahlreiche Diskussionsrunden mit Interviews und Pausengespräche an den Informationsständen bieten dabei ausreichend Möglichkeit zur Weiterbildung. Der Höhepunkt des Tages ist ein „Science Slam, bei dem Forschungsideen einmal anders vorgestellt werden.
Wo: Sitzungssaal des StMELF, Ludwigstr. 2, 80539 München
Wann: Freitag, 8. November 2019
Was: Thema „Biodiversität“ in Bayern mit allen Facetten aus Land- und Forstwirtschaft, Wein- und Gartenbau sowie Nachwachsenden Rohstoffen
Website zum letzjährigen Tag der Forschung 2018 zum Thema Wasser
Förderverein verstärkt Nachwuchsförderung
Der Förderverein Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan e.V. hat seine Förderrichtlinien überarbeitet und unterstützt im Rahmen der verfügbaren Mittel insbesondere Jungwissenschaftler des Zentrums beim Transfer von forstlichem Expertenwissen in die Forstpraxis und die Öffentlichkeit durch
- Reisekostenzuschüsse für die Präsentation jüngster Forschungsergebnisse mit regiona-lem Bezug im Rahmen von Vorträgen;
- Druckkostenzuschüsse für die Publikation neuester forstwissenschaftlicher Erkenntnisse vorzugsweise in den "Forstlichen Forschungsberichten München", ggf. auch in Peer-reviewten Print- oder Open-Access-Zeitschriften, bei denen Veröffentlichungskosten entstehen;
- Projektzuschüsse z.B. für den Druck von Broschüren und Info-Flyern, die Durchführung waldpädagogischer Veranstaltungen, Waldprojekttage von Schulen und Vereinen.
Weitere Informationen:
https://www.foerderverein-forstzentrum.de/index.php/foerderleistungen
„Team Schulwald“ und „Methusalem-Wanderweg“ gewinnen Dätzel-Preise
Jahresempfang 2019 des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan
Am 9. Juli feierte das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan seinen Jahresempfang 2019. Zahlreiche Gäste aus Forschung und Lehre, aus Politik, Waldbesitz und Verbänden nahmen an der Veranstaltung am Forstcampus in Freising teil. Die Verleihung der Georg-Dätzel-Medaille an die Mittelschule Parsberg war ein Höhepunkt des Empfangs. Olaf Schmidt, Leiter des Zentrums und Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft begrüßte die Gäste. Er betonte, dass die rund 500 Waldexperten am Zentrum mit vielfältigen Forschungsarbeiten Lösungen angesichts der großen Herausforderungen im Wald wie Hitze, Trockenheit und Schädlinge erarbeiten und bereithalten.
Mittelschule Parsberg erhält Georg-Dätzel-Medaille
„Man lernt in der Schule viel über Bäume, Käfer, die Natur. Aber es ist etwas anderes das alles im Wald zu erleben. Man versteht es besser“, erzählen die Schülerinnen Maria Jagodzinska und Natalia Kovacs. Sie sind das PR-Team des Schulwaldprojekts der Mittelschule Parsberg und erhielten gemeinsam mit ihren Schulwald-Leitern – dem Lehrer Michael Forster und der Försterin Christine Schnell – die Georg-Dätzel-Medaille 2018. Die beiden Schülerinnen zeigten, was die Klassen sieben bis neun im Schulwald machen: „Wir haben nicht nur Holz gesägt und den Waldboden untersucht, sondern im Technikunterricht auch Insektenhotels und Nistkästen gebaut. Wir haben eine Eiche gefällt und aus ihr eine Schulbank für den Pausenhof gemacht. Toll ist, dass die große Pflanzaktion zusammen mit der Initiative "Schule ohne Rassismus" gemacht wurde.“ Im Schuljahr 2018/19 pflanzte das „Team Schulwald“ über 300 Gehölze und Sträucher zur Gestaltung eines Waldrands. Dabei wird jede einzelne Nation, die an der Schule vertreten ist durch eine Pflanze repräsentiert, die aus dem jeweiligen Heimatland stammt. Durch die Pflanzaktion wird anschaulich die Notwendigkeit von Umweltschutz und Integration gezeigt. „Keiner muss,
aber alle machen mit – das ist eine der Besonderheiten des Projekts, an dem die Schüler freiwillig teilnehmen“, betonte Professor Reinhard Mosandl, der als Vorsitzender des Fördervereins Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan e.V. die Medaille überreichte. „Das Projekt deckt ein sehr breites Spektrum an Themen ab. Damit setzt es besonders vorbildlich das Prinzip der forstlichen Nachhaltigkeit um“, so Mosandl.
Die Magie alter Baumriesen
„Ein großer Baum ist dann beeindruckend, wenn man ihn nicht mehr umarmen kann“, erklärte Professor Michael Suda, Studiendekan für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München. Er überreichte den erstmalig verliehenen Anerkennungspreis zur Georg-Dätzel-Medaille an den Dritten Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld, Günter Siegl und den Förster Martin Volkmann-Gebhardt. Die unterfränkische Gemeinde machte im Jahr 2015 ihre größten und beeindruckendsten Baumriesen der Öffentlichkeit über einen Wanderweg zugänglich. „Unsere Methusalem-Bäume sind zwischen 80 und 350 Jahre alt und bis zu 55 Meter hoch“, berichtete Volkmann-Gebhardt. Siegl ergänzte: „Sich mit dem Rücken an einen großen Baum lehnen, das beruhigt und entspannt.“ Professor Suda betonte, dass Bäume Kraft spenden und dass der Wald der Gesundheit gut tut. Diesen gesellschaftlichen Aspekt unserer Wälder möchte das Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan mit der Verleihung des Anerkennungspreises würdigen.
Netzwerk Wald-Forst-Holz
Beim anschließenden Empfang tauschten sich Abgeordnete, Vertreterinnen und Vertreter der Verbände und Forstwissenschaftler aus. Dank geht an den Förderverein des Forstzentrums, der den Jahresempfang alljährlich unterstützt.
Weitere Informationen zur Georg-Dätzel-Medaille




