Prof. Dr. Rien Visser hielt am 29.07. einen Vortrag zu den Chancen der Forsttechnik in Neuseeland am Zentrum Wald Forst Holz.
Für alle, die diesen verpasst haben oder sich weiter über die Themen:
- Überblick über die Plantagenwaldwirtschaft in Neuseeland
- Herausforderungen in der Holzernte in Steillagen
- Effizienz der Lieferketten
- Ökologische Herausforderungen
- Neue Technologien
informieren möchten, gibt es hier (Link zu Youtube) eine Aufzeichnung eines Vortrags von Prof. Dr. Visser auf der FORMEC2024.
Zum Wintersemester 2025/26 erweitert die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) ihr grünes Studienangebot um sieben neue Bachelor- und Masterstudiengänge in Weihenstephan und Triesdorf. Der Bewerbungszeitraum startet Ende April. Das Programm wurde neben vier Bachelorstudiengängen um fünf neue Masterstudiengänge erweitert – darunter der deutschsprachige Master »Naturraum- und Wildtiermanagement«.
Im Fokus des Studiums stehen Mensch und Wildtier, denn unsere Naturräume haben sich in den letzten Jahrzenten stark verändert und unterliegen weiterhin einer besonderen Dynamik: Wir beobachten die Rückkehr von großen Beutegreifern und Wildtiere, die in die Städte einziehen. Weidetiere hingegen spielen eine wachsende Rolle als Landschaftsgestalter. Wildtiere genießen als wertvolle Schutzgüterrechtlichen Schutz, werden aber auch als Gefahr wahrgenommen. Wildtiermanagerinnen beschaffen die relevanten Fakten, moderieren kontroverse Themen mit den Betroffenen und suchen einen an der Tragfähigkeit der Naturräume orientierten Konsens. Der Studiengang »Naturraum- und Wildtiermanagement« schlägt Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis. In Fallstudien und Projekten erfassen und analysieren die Studierenden am Campus Weihenstephan komplexe räumliche, soziale und wildbiologische Fragestellungen.
Das Masterstudium ist evidenzbasiert und interdisziplinär aufgebaut. Studierende an der HSWT nutzen nicht nur Fachliteratur, sondern verwenden aktuelle Methoden der Wildbiologie (Fotofallen, Horchboxen, Telemetrie, Genetik, GIS), um Studienprojekte voranzutreiben. Im Naturraum- und Wildtiermanagement-Studium werden neben der Chancen- und Risiko-Analyse, außerdem Kommunikationsstrategien entwickelt und geübt, um Empfehlungen und Hintergrundwissen an Stakeholder zu vermitteln.
Mit den neuen Studiengängen stärkt die Hochschule vor allem auch ihr grünes und internationales Profil. Hochschulpräsident Dr. Eric Veulliet zeigt sich erfreut über das neue Studienangebot: »Mit dieser Aktualisierung und Erweiterung unseres Portfolios legen wir den Grundstein für die nächste Entwicklungsstufe der HSWT. Im Vordergrund stehen die Internationalisierung und die Digitalisierung in den angewandten Lebenswissenschaften.«
Am 27. und 28. März trafen sich Forschende und Praxispartner aus 9 Ländern des Donauraumes an der LWF im Rahmen des 3. Fem2forests Projekttreffens. Organisiert und durchgeführt wurde das Treffen vom Fem2forests Projektteam der LWF: Andrea Skiba, Kathrin Böhling und Helena Eisele. Neben der Planung zukünftiger Aktivitäten, wurden während dem Treffen die wichtigsten Ergebnisse und Meilensteine des ersten Projektjahres präsentiert. Dazu gehörte u.a. eine Länderübergreifende Studie zur Berufswahl mit Fokus auf den Donauraum, die mit forstlichen Studierenden und Schülern durchgeführt wurde (https://interreg-danube.eu/projects/fem2forests/library ).
Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine Exkursion mit dem Titel “Forestry in Bavaria from a female perspective”, die von den BaySF Försterinnen Magdalena Kunas und Charlotte Hornung geleitet wurde. Aktuell finden in Bayern und den anderen 8 Projektländern Runde Tische mit Experten und Studierenden statt. Diese haben das Ziel innovative Ansätze zu entwickeln, um junge Frauen für eine Karriere in der Forstwirtschaft zu begeistern.
Geplante Fem2forests Aktionen für Sommer/Herbst 2025 sind ein Kreativ- Wettbewerb mit Forststudentinnen und ein transnationales Botschafterinnen Programm. Diese Aktionen sollen ein Bewusstsein für die Gleichstellung und Vielfalt in der Forstwirtschaft über Ländergrenzen hinweg schaffen.
Den Wald mit neuen Ohren erleben, jetzt auf: Spotify, Amazon Music, Deezer, Podcast Addict und unter: www.forstcast.de.
Der Wald ist voller Leben, Geschichten und Herausforderungen. Und genau um diese Wald-Vielfalt geht es im Forstcast. Hier kommen einmal im Monat Menschen zu Wort, die den Wald erforschen, managen und schätzen. Forstcast bringt Waldforschung und Forstpraxis zusammen in kompakten Episoden mit fundiertem Waldwissen, erprobten Praxistipps und ganz persönlichen Waldgeschichten. Reinhören lohnt sich für Forstprofis, Waldforscherinnen und Naturliebhaber oder eben für alle, die mit dem Wald leben, arbeiten und ihn verstehen wollen. Im Forstcast gibt es kompaktes Waldwissen für unterwegs!
Wir sprechen über alles, was den Wald heute und in Zukunft bewegt, zum Beispiel über die Auswirkungen des Klimawandels, nachhaltige Holzenergie und Gesundheitswälder. Wir werfen einen Blick auf moderne Technologien wie KI und Drohnen, die unsere Arbeit in Waldforschung und Waldmanagement vereinfachen können. Und wir teilen persönliche Erlebnisse und Erfahrungen von Menschen, die mit dem Wald leben, forschen und arbeiten.
Was erwartet Euch/Sie im Forstcast?
• Kompaktes Waldwissen: verständlich & wissenschaftlich abgesichert.
• Fundierte Fachtipps: erprobt & praxistauglich.
• Inspirierende Waldgeschichten: persönlich & unvergesslich.
Wer hört den Forstcast?
Ob Ihr/Sie als Waldbesitzerin nach praktischen Ratschlägen suchen, als Förster neue Ansätze erfahren wollen oder als Naturmensch einfach fasziniert vom Wald sind – Ihr seid/Sie sind in jedem Fall genau richtig beim Forstcast! Hier gibt es kompaktes Waldwissen für unterwegs!
Wer sind die Köpfe hinter Forstcast?
Der Forstcast ist von und mit den Expertinnen und Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF). Außerdem sprechen wir mit Kollegen aus der Forstpraxis und mit Waldforscherinnen aus anderen Forschungseinrichtungen. Sie alle teilen mit uns ihr fundiertes Waldwissen, ihre Ergebnisse aus Forschung und Praxis und ihre Leidenschaft für den Wald.
Lasst Euch/Lassen Sie sich inspirieren und kommt/kommen Sie mit auf eine spannende Wald-Reise.
Forschungsprojekt A-DUR
Revitalisierte Auwälder: Dynamik und Resilienz im Zeichen der Multifunktionalität
- Neuigkeiten und Termine
- Versuchsdesign und Methoden: Forschung im Detail
- Publikationen und Beiträge
- Projektpartner und weiterführende Links
Laufzeit
Projektphase 1: 01.02.2024 – 31.01.2027
Projektphase 2: 01.02.2027 – 31.01.2029
Projektleitung
Projektkoordination
A-DUR Team
Projektförderung
A-Dur ist Teil der Fördermaßnahme Regionale Innovationsgruppen für eine klimaschützende Wald- und Holzwirtschaft (REGULUS). Das Projekt wird im Rahmen der Strategie zur Forschung für Nachhaltigkeit (FONA) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanziert. Als Projektträger fungiert die Projektträger Jülich | Forschungszentrum Jülich GmbH (ptj) (Förderkennzeichen: 033L308).

Großes gemeinsames Auwaldforschungsprojekt am Zentrum Wald Forst Holz genehmigt
Das Bundesforschungsministerium hat grünes Licht für ein spannendes Forschungsprojekt gegeben, das sich den Auwäldern zwischen München und Landshut widmet. Das ambitionierte Vorhaben wurde vom Zentrum Wald Forst Holz initiiert und trägt den Namen "Revitalisierte Auwälder: Dynamik und Resilienz im Zeichen der Multifunktionalität" (kurz: A-DUR). Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Annighöfer von der Technischen Universität München (TUM) wird ein engagiertes Team inter- und transdisziplinär in den nächsten fünf Jahren die Geheimnisse dieser Wälder erforschen.

Das Projekt vereint Forscherinnen und Forscher der TUM, der HSWT und der LWF. Insgesamt werden fünf Doktorandinnen und Doktoranden sowie eine Projektkoordinatorin oder ein Projektkoordinator neu angestellt. Ihr Ziel ist es, die aktuellen Entwicklungen in den Auwäldern besser zu verstehen und Strategien zu entwickeln, um die Leistungsfähigkeit dieser Ökosysteme zu verbessern.
A-DUR ist ein Paradebeispiel für Teamarbeit. Fünf Arbeitsgruppen des Zentrums arbeiten Hand in Hand mit Vertreterinnen und Vertretern der Bayerischen Forstverwaltung, der Bayerischen Staatsforsten, dem Bund Naturschutz e.V., dem Leibniz Rechenzentrum sowie den Unternehmen Green-Solutions und SCIMOND.
Das Projekt verspricht tiefgreifende Einblicke in die Dynamik und Resilienz revitalisierter Auwälder und könnte den Weg für nachhaltige Verbesserungen im Management von Auwäldern ebnen. Die Ergebnisse sollen nicht nur in die Praxis umgesetzt, sondern auch in die Lehre einfließen, am besten direkt im Auwald. So wird das Wissen um die Auwälder lebendig und greifbar.
Im Fokus der Untersuchungen stehen die "Auwälder an der mittleren Isar", das größte Auwaldschutzgebiet Bayerns. Mit einer Fläche von 2.312 Hektar erstrecken sie sich vom Norden Münchens bis nach Landshut und bieten einen der artenreichsten Lebensräume der Region.
Die Forschungsarbeit gliedert sich in fünf Teilprojekte:
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Teilprojekt 1 |
Teilprojekt 2 |
Teilprojekt 3 | Teilprojekt 4 | Teilprojekt 5 |
| Ökologische Dynamik -Gehölzverjüngung
in renaturierten Auwäldern entlang der Mittleren Isar unter Berücksichtigung von Wasserversorgung und Lichtangebot. |
Walddynamik und Kohlenstoffbindung
Auswirkungen der Anwesenheit einheimischer und gebietsfremder Baumarten auf die Dynamik und Kohlenstoffbindung in Auwäldern. |
Prozessschutz versus Artenschutz
Zukunftssicherung für kommende Generationen: Effektive Maßnahmen im Naturschutz |
Klimawirkung, Erholung und Gesundheit
Analyse der Klima- und Gesundheitsleistungen, Entwicklung von Erholungsoptimierungsmethoden |
Gesellschaftlicher Wert stadtnaher Wälder
stadtnahe Wälder partizipativ und ganzheitlich bewerten, Erholungssuchende lenken, Konflikte minimieren |
Das Forschungsprojekt A-DUR wird in den nächsten fünf Jahren wichtige Erkenntnisse über die Auwälder an der mittleren Isar liefern. Das Projekt zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen ist, um nachhaltige Lösungen für den Schutz und die Entwicklung unserer Ökosysteme zu finden.
Bild: Birgit Reger, HSWT
Neuer Leiter des Forstzentrums Weihenstephan:
Peter Pröbstle folgt auf Klaus Richter

Das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan (ZWFH) hat seit Oktober 2023 mit Dr. Peter Pröbstle einen neuen Leiter. Der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft übernimmt diese Funktion gemeinsam mit dem Vorsitz im Koordinierungsrat des ZWFH von Prof. Dr. Klaus Richter, dem langjährigen Leiter der Holzforschung München der Technischen Universität München.
Das Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan ist der Zusammenschluss der drei forstlichen Forschungs- und Lehrinstitutionen am Campus Freising-Weihenstephan. Seit 20 Jahren arbeiten die Technische Universität München (TUM), die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) vertrauensvoll zusammen. Eine solche institutionalisierte Zusammenarbeit mit eigener Geschäftsstelle ist auf dem Gebiet der Wald-, Forst- und Holzwirtschaft europaweit einmalig.
Alle zwei Jahre wird aus dem Koordinierungsrat ein neuer Leiter gewählt. Pröbstle bleibt nach wie vor Präsident der LWF, das Amt übernimmt er zusätzlich. „Es ist mir eine große Ehre, dieses europaweit einmalige Zentrum mit seinen drei hochkarätigen Partnern in den nächsten Jahren vertreten zu dürfen. Gerne möchte ich dabei mithelfen, die Zusammenarbeit zwischen diesen „Schwergewichten“ der deutschen Waldforschung und forstlichen Ausbildung weiter auszubauen und unser Forstzentrum noch bekannter zu machen“, so Pröbstle.
Prof. Richter ging zum Oktober 2023 in den Ruhestand und scheidet gleichzeitig aus dem Koordinierungsrat aus. Sein Nachfolger als Vertreter der TUM ist Prof. Dr. Thomas Knoke, Academic Program Director Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TUM. Weitere Vertreterin der TUM ist Professorin Dr. Annette Menzel. Prof. Dr. Volker Zahner wurde ebenfalls als Mitglied des Koordinierungsrats verabschiedet. Er engagierte sich über 13 Jahre in diesem Leitungsgremium und übergibt diese Rolle nun an den neuen Dekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der HSWT, Prof. Dr. Jörg Ewald. Neben Ewald vertritt weiterhin Prof. Dr. Andreas Rothe die HSWT. Die Runde komplettieren der Vizepräsident der LWF, Kurt Amereller, und der Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (StMELF), Ministerialrat Sören Timm. Neu hinzugekommen ist Dr. Joachim Hamberger, Leiter des Bayerischen Amts für Waldgenetik, als Gastmitglied.

Prof. Dr. Klaus Richter
Zum Oktober 2023 ging mit Professor Dr. Klaus Richter eine international ausgewiesene Persönlichkeit in den Ruhestand, die sich stets auf dem Holzweg befand – im allerbesten Sinne. Als studierter Holzwirt promovierte Richter 1988 an der Universität Hamburg in Dendrochronologie. Er wechselte an die Abteilung Holz der Empa in der Schweiz, deren Leitung er 2002 übernahm. 2011 folgte er dem Ruf an die TUM auf den Lehrstuhl für Holzwissenschaft. Richter prägte die Forschung nicht nur durch neue Erkenntnisse im Bereich der Holz-Klebstoff-Interaktionen und seine holistischen Ansätze für eine nachhaltigere Holznutzung durch Kaskadieren, sondern auch über die Herausgeberschaft der zwei renommierten Fachzeitschriften Wood Science and Technology und European Journal of Wood and Wood Products. Sein zukunftsgerichtetes und positiv-kreatives Denken setzte er zum Wohle des gesamten Forschungsfeldes und im Sinne einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft ein: sowohl lokal, z. B. als Vorsitzender des Koordinierungsrats des ZWFH, als auch überregional in diversen die Politik beratenden Gruppen wie in den Sachverständigenräten für Bioökonomie in Bayern (2014–19) und der Bundesregierung (seit 2020) sowie dem Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik der Bundesregierung (2013–2022).
Präsident Dr. Peter Pröbstle
Pröbstle studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Forstwissenschaften. Danach übernahm er an der LMU die technische Leitung eines großen internationalen Verbundforschungsprojektes und promovierte über Wasserflüsse im Waldboden. Seine Laufbahn in der Bayerischen Forstverwaltung begann er an der Oberforstdirektion München mit der Erstellung der Waldbaurahmenrichtlinie für die Oberbayerische Jungmoräne. Danach arbeitete er an der LWF als Mitarbeiter des Präsidenten, als Chefredakteur für die LWF-Publikationen und als Leiter des Zentrallabors. Nach Stationen als stellvertretender Referatsleiter am StMELF und als stellvertretender Leiter des Bayerischen Forstamtes Eltmann im Steigerwald leitete er über 15 Jahre den Bereich Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Erlangen. Seit 2020 ist er der Leiter der LWF.
Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan
Mit Forschung, Monitoring und Wissenstransfer schaffen die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partnerinstitutionen Grundlagen- und Praxiswissen für ein zukunftsfähiges Ökosystem-Management. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Waldes. Etwa 2000 Studierende erwerben ihre Kompetenzen in den verschiedenen Studiengängen im Bereich Nachhaltigkeit rund um die Themen Bäume, Wald, Holz, Ressourcenmanagement, erneuerbare Energien und Klimaschutz. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis ist das ZWFH zentraler Ansprechpartner bei allen Fragen zum Ökosystem Wald, zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel oder zum klimaneutralen Rohstoff Holz.
Weitere Informationen
Sven Martens
Nachfolger von Manfred Schölch auf der Professur für Waldbau und Waldwachstumskunde

Sven Martens ist in der Gemeinde Bad Lobenstein in Ostthüringen aufgewachsen, in einer Gegend die von Wald und holzverarbeitender Industrie (Mercer Timber Frisau, Rettenmeier, ZP Blankenstein) geprägt ist. Zwischen 1992 und 1998 studierte er Forstwissenschaften an der TU Dresden in Tharandt. Dabei führte ihn seine Diplomarbeit zum Verbiss an Weiß-Tanne erstmalig nach Bayern ins Forstamt Nordhalben.
Das Referendariat und Staatsexamen absolvierte Sven Martens in Sachsen, wo er zunächst als Referent für Forsteinrichtung, später als Referent für Waldbau und zuletzt als Referatsleiter Forsteinrichtung im Staatsbetrieb Sachsenforst tätig war. Neben dem Beruf promovierte er an der TU Dresden zum Wachstum von Weiß-Tannen, Rot-Buchen und Berg-Ahorn unter Fichtenschirm.
Geprägt durch die Arbeit auf den waldbaulichen Versuchen Sachsen und seine Erfahrungen bei der Aus- und Weiterbildung von Waldbesitzern und den Mitarbeitern des Staatsbetriebes Sachsenforst bewarb er sich auf die Professur für Waldbau / Waldwachstumskunde an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, auf die er am 1. September 2023 berufen wurde.
Martens freut sich darauf den Studierenden eine Bandbreite an Wissen und Fertigkeiten für die Herausforderungen der Wälder im Klimawandel zu vermitteln.
Jörg Ewald neuer Dekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft

Prof. Dr. Jörg Ewald ist seit dem 1. Oktober 2023 der neue Dekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft (WF) der HSWT. Er folgt auf Prof. Dr. Andreas Rothe, der seit Oktober 2021 Dekan war.
Ewald studierte Biologe in Tübingen und München sowie Botanik und Ökologie in Edinburgh, Schottland. Seine Diplomarbeit und Dissertation verfasste er zu Themen über die natürlichen Waldgesellschaften in den Bayerischen Alpen bei Professor Dr. Anton Fischer an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Nach Projekttätigkeit an der LMU und Forschungsaufenthalten in den USA erhielt er 2001 die Berufung auf die Professur für Botanik und Vegetationskunde an der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.
Ewald ist ein herausragender Wissenschaftler und seit 2021 Forschungsprofessor für Diversität und Funktionen von Gebirgsökosystemen an der HSWT. Im Fokus seiner im fakultätsübergreifenden Institut für Ökologie und Landschaft (IÖL) betriebenen Forschungstätigkeit stehen Pflanzensoziologie, Zeigerpflanzen und ihre Beziehungen zum Standort sowie Fragestellungen zu Ökosystemen im Klimawandel. Er leitete und leitet zahlreiche Forschungsprojekte, darunter WINALP und das seit diesem Jahr laufende Folgeprojekt WINALP 21 zur Dynamik der Standortbedingungen in den Nordalpen. Ewald ist Mitautor eines Standardwerks bayerischer Forstleute, des Handbuchs der natürlichen Waldgesellschaften Bayerns.
Neben seiner Lehrtätigkeit in der Ausbildung der Forstingenieure engagierte er sich für die Konzeption neuer Studiengänge. 2014-2020 leitete er den in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule HAFL in Bern entwickelten Masterstudiengang Regionalmanagement in Gebirgsräumen. Er engagierte sich für das unter Federführung der Fakultät Landschaftsarchitektur entwickelte englischsprachige Master-Programm Climate Change Management und konzipierte den neuen Bachelor-Studiengang Arboristik und urbanes Waldmanagement. Die Möglichkeiten für kooperative Promotionen an Hochschulen treibt er als Sprecher des Verbundkollegs Life Sciences und Grüne Technologien im Bayerischen Wissenschaftsforum (BayWiss) voran. In den Gremien der HSWT wirkt er als Mitglied der Forschungskommission (seit 2013), 2019-2023 des Senats und künftig in der Erweiterten Hochschulleitung mit.
Strategisch setzt Ewald auf Wachstum mit Augenmaß, die Verjüngung des Lehrkörpers und die Erhaltung von Motivation und Teamgeist an der Fakultät.
Weitere Informationen / Publikationsübersicht:
Klaus Richter

Zum Oktober 2023 ging mit Prof. Dr. Klaus Richter eine international ausgewiesene Persönlichkeit in den Ruhestand, die sich stets auf dem Holzweg befand – im allerbesten Sinne. Als studierter Holzwirt promovierte K. Richter 1988 an der Universität Hamburg in Dendrochronologie. Er wechselte an die Abteilung Holz der Empa in der Schweiz, deren Leitung er 2002 übernahm und folgte 2011 dem Ruf an die TUM auf den Lehrstuhl für Holzwissenschaft. Klaus Richter prägte die Forschung nicht nur durch neue Erkenntnisse im Bereich der Holz-Klebstoff-Interaktionen und seine holistischen Ansätze für eine nachhaltigere Holznutzung durch Kaskadieren, sondern auch über die Herausgeberschaft zweier renommierter Fachzeitschriften: Wood Science and Technology und European Journal of Wood and Wood Products. Sein zukunftsgerichtetes und positiv-kreatives Denken setzte er zum Wohle des gesamten Forschungsfeldes ein: sowohl lokal, z.B. als Vorsitzender des Koordinierungsrats des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan, als auch überregional in diversen Politik beratenden Gruppen, wie z.B. in den Sachverständigenräten für Bioökonomie in Bayern (2014-19) und der Bundesregierung (seit 2020) sowie dem Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik der Bundesregierung (2013-2022), in denen er sich im Sinne einer nachhaltigen Forst- und Holzwirtschaft verdient machte.
Philipp Benz, Gabriele Weber-Blaschke, Jan van de Kuilen





