Den Bergwald klimafit machen: INTERREG-Projekt WINALP 21 zeigt Wege auf!
80 Teilnehmende aus Forstpraxis und Naturschutz informierten sich in Benediktbeuern über die Ergebnisse des INTERREG-Forschungsprojekts „WINALP 21 – Bergwälder fit im Klimawandel“. Das bayerisch-österreichische Projekt wird seit Januar 2023 bis Ende 2025 von der Europäischen Union und den Forstverwaltungen Vorarlberg, Tirol, Bayern und Oberösterreich mit insgesamt 1,6 Mio. Euro gefördert. Am 11. November 2025 wurden die Ergebnisse im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern präsentiert und lebhaft diskutiert.

Forschungsergebnisse praxisnah zum Ausprobieren
An vier Marktständen konnten sich die Teilnehmenden selbst ein Bild von den gewonnenen Erkenntnissen machen und mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. „Die in WINALP 21 entwickelten interaktiven Karten und Demonstrationsflächen helfen den Forstbetrieben, den Klimawandel bei deren Entscheidungen zu berücksichtigen, damit Pflege, vorsorgender Umbau und Sanierung von widerstandsfähigen Wäldern gelingen“, resümierte Prof. Dr. Jörg Ewald, Leiter des Verbundprojekts und Inhaber der Forschungsprofessur „Diversität und Funktionen von Gebirgsökosystemen“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT). Gleichzeitig dankte er dem gesamten länderübergreifenden Projektteam für die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Über eine aus dem Projekt hervorgegangene App sowie einem Exkursionsführer berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt. Diese werden ebenfalls auf der Projektseite WINALP 21 dann zur Verfügung gestellt.
→Hier gehts per Link zur gesamten Berichterstattung des Projekttreffens
Bild: Hans-Joachim Klemmt, LWF
Bericht: Gerhard Radlmayr
HSWT verleiht Honorarprofessur an Andreas Detter
Beim 35. Forsttag an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) wurden Markus Blaschke und Andreas Detter zur Honorarprofessur berufen. Bei der Eröffnung des Forsttags am Campus Weihenstephan am 14. November würdigten Hochschulpräsident Dr. Eric Veulliet und Prof. Dr. Jörg Ewald, Prodekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft, die herausragende Expertise und das Engagement der neuen Honorarprofessoren. Markus Blaschke wurde für den Bereich „Pilze im Waldökosystem“ und Andreas Detter für den Bereich „Arboristik“ berufen.

Weiterentwicklung der Arboristik nachhaltig fördern
Andreas Detter hat seit über zwanzig Jahren wertvolle pädagogische Erfahrungen als Lehrbeauftragter an der Fakultät für Landschaftsarchitektur gesammelt und unterstützt die Fakultät Wald und Forstwirtschaft als Mitglied des Studiengangsbeirates für den Bachelorstudiengang Arboristik und Urbanes Waldmanagement. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, eine bemerkenswerte Bilanz in der Betreuung von Studierenden sowie sein Engagement in der Fachwelt, das weit über die Lehre hinaus geht, runden sein Profil ab. Als führender Arboristik-Experte verbindet Herr Detter fundierte wissenschaftliche Kenntnisse mit praktischer Erfahrung und zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, komplexe Zusammenhänge rund um Bäume anschaulich zu vermitteln.
„Mit der Ernennung zum Honorarprofessor würdigen wir Andreas Detters herausragende Verdienste und sind überzeugt, dass er die wissenschaftliche und praktische Weiterentwicklung der Arboristik an der HSWT nachhaltig fördern wird“, betonte Prof. Dr. Jörg Ewald.
HSWT verleiht Honorarprofessur an Markus Blaschke
Beim 35. Forsttag an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) wurden Markus Blaschke und Andreas Detter zur Honorarprofessur berufen. Bei der Eröffnung des Forsttags am Campus Weihenstephan am 14. November würdigten Hochschulpräsident Dr. Eric Veulliet und Prof. Dr. Jörg Ewald, Prodekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft, die herausragende Expertise und das Engagement der neuen Honorarprofessoren. Markus Blaschke wurde für den Bereich „Pilze im Waldökosystem“ und Andreas Detter für den Bereich „Arboristik“ berufen.
Experte für Mykologie und Phytopathologie
Bereits seit 2003 ist Markus Blaschke als Lehrbeauftragter sowie Erst- und Zweitbetreuer zahlreicher Abschlussarbeiten der HSWT verbunden. Seine Lehrleistung erbrachte er mit großer Konstanz in Form des Wahlpflichtmoduls „Pilze im Ökosystem Wald“ sowie seit 2008 mit der Pflichtvorlesung „Waldschutz-Phytopathologie“ für das 5. Semester Forstingenieurwesen. An der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) ist er für die wissenschaftliche Betreuung der 172 Naturwaldreservate des Freistaats verantwortlich. Er gilt als einer der besten Kenner von forstlichen Baumkrankheiten und holzbesiedelnden Großpilzen in Bayern. In der Deutschen Gesellschaft für Mykologie fungiert er als Referent, Pilz-Coach und Coach-Ausbilder.
„Mit einer Honorarprofessur für Markus Blaschke hat die HSWT die Möglichkeit, ihr Ansehen in den hoch aktuellen Forschungsbereichen Phytopathologie und Naturwaldforschung zu erhöhen und das zielgruppengerechte Lehrangebot in Kernbereichen des Forstingenieurwesens zu sichern“, so Prof. Dr. Jörg Ewald bei der Ernennung.
Rückblick auf den 35. Weihenstephaner Forsttag „Urbane Wälder“: Stadtwälder brauchen aktives Management und interdisziplinäre Fachkräfte

Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Kommunen, Forstpraxis und Zivilgesellschaft kamen am 14. November 2025 zum Forsttag „Urbane Wälder“ an die HSWT. Prodekan Prof. Jörg Ewald eröffnete die Tagung, die aktuelle Herausforderungen und Chancen für Stadtbäume, urbane Wälder und die grüne Stadtentwicklung in den Mittelpunkt stellte.
Ein besonderer Höhepunkt gleich zu Beginn war die Ernennung zweier Honorarprofessoren – ein Novum, wie der Präsident der HSWT, Dr. Eric Veulliet, betonte. Mit großer Wertschätzung hob er das jahrzehntelange Engagement und die fachliche Expertise der neuen Honorarprofessoren hervor:
Markus Blaschke, Fachgebiet Pilze im Waldökosystem, und Andreas Detter, Schwerpunkt Arboristik.
Drei Kernbotschaften prägten die Tagung:
- Urbaner Wald braucht aktives Management. Klimawandel, Verdichtung und Nutzungsdruck machen professionelle Pflege unverzichtbar.
- Interdisziplinäre Kompetenzen sind entscheidend. Fachkräfte müssen ökologisches, technisches und sozialwissenschaftliches Wissen verbinden.
- Die Stadt der Zukunft ist Lebensraum für Mensch und Natur. Urbane Wälder tragen zentral zu Klimaanpassung und Lebensqualität bei.
Das Programm bot ein breites Spektrum: Fachvorträge zu Pilzdynamik, Altbaumerhalt, klimaangepasster Stadtplanung (Simone Linke), psychologischem Eigentum (Leonie Wagner) sowie zur Mensch-Wald-Beziehung (Martina Artmann). Zudem wurde der neue Studiengang „Arboristik und urbanes Waldmanagement“ vorgestellt (Florian Motte / Barbara Darr).
In moderierten Podiumsrunden gaben die Praxisexpertinnen Anna-Marie Heinze (Augsburg) und Bärbel Zingsem (Darmstadt) Einblicke in aktuelle Erfahrungen aus dem kommunalen Baum- und Waldmanagement – Impulse, die zu lebendigen Diskussionen anregten.
Für die kulinarische Begleitung sorgten Studierende der Fachschaft mit selbstgebackenen Kuchenspezialitäten. Als Kooperationspartner präsentierte der BUND zudem die Stadtbaumerfassungs-App „MeinBaum“ an einem Informationsstand.
Am Nachmittag führte Lehrwaldförster Herbert Rudolf die Teilnehmenden mit großer Begeisterung durch den Weltwald Freising. Die Exkursion bot spannende Einblicke in innovative Kommunikationskonzepte zu internationalen Waldgesellschaften und rundete den Forsttag mit einem gemeinsamen Waldspaziergang ab.
Bericht und Bild: HSWT
Overtourism und Klimakrise: Alpen unter Druck
Im ZDF nano Magazin sprechen Prof. Dr. Rupert Seidl (Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften, TUM), Christina Dollinger (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, TUM)
und Dr. Werner Rammer (Ökosystemmodellierung „iLand“, TUM) über die Folgen von Tourismus und Klimawandel für die Alpen.
Schmelzender Permafrost, Skipisten oberhalb der Waldgrenzen und künstliche Beschneiung gefährden den Bergwald und erhöhen das Lawinenrisiko. Der Beitrag zeigt, wie Forschung der TUM zu nachhaltigem Waldmanagement beiträgt – für den Schutz unserer alpinen Ökosysteme.
Fachtagung Waldbautraining 2025

Am 21.-23. Oktober 2025 kamen über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet zur Fachtagung Waldbautraining nach Unterfranken zusammen. Die Veranstaltung wurde gemeinschaftlich von den Waldbauspezialisten der Bayerischen Staatsforsten und den Waldbautrainern der Forstverwaltung mit Unterstützung vom AELF Schweinfurt ausgetragen. Im Fokus stand die waldbauliche Behandlung von Eichen- und Buchenbeständen an acht Exkursionspunkten, die auf der fränkischen Platte zum Teil unter schweren Schäden zu leiden haben.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung Waldbautraining 2025 im Gramschatzer Wald. Foto: C. Josten, LWF
Am ersten Tag gab es Vorträge und Diskussionen, unter anderem zur forstlichen Organisation in Bayern. Die Waldbautrainer der Forstverwaltung und die Waldbauspezialisten der BaySF stellten ihre Arbeitsbereiche vor. Die Waldbautrainings sind i.d.R. als Fortbildungen für Revierleiterinnen und Revierleiter sowie den Leitungsdienst konzipiert. Eine größere Rolle spielten auch die Themen BaSIS 2.0 als Tool zur Baumartenwahl im Klimawandel sowie die Waldschutzsituation in Bayern und insbesondere an der Eiche.
Herzlicher Dank geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie alle Mitwirkenden für die gelungene Austauschplattform mit zahlreichen Gesprächen und intensiven Diskussionen!
Die Staffelübergabe erfolgte an Mecklenburg-Vorpommern, wo voraussichtlich in zwei Jahren die nächste Fachtagung Waldbautraining stattfinden wird.
Gerade in der Holzerntetechnik und Waldarbeitslehre, gelehrt von Florian Rauschmayr, ist der Bezug zur Praxis spürbar und wichtig. Besonders wenn die Lehrveranstaltung von Forstpraktikern unterstützt wird- ganz nach dem Motto: Aus der Praxis für die Praxis gab Andreas Gabler von der Firma Donau Wald Forstmaschinen Einblicke in die Welt der Forstmaschinen.
Im dritten Semester, nach dem ersten Praktikum und dem Motorsägenkurs, geht es für die angehenden Forstingenieure zurück in den Hörsaal.
Im Schwerpunkt Forstmaschinen – Einsatzbereiche, Leistung und Technik spielt die Einbindung von Praxispartnern aus der Forstwirtschaft und Technik eine zentrale Rolle.
In der Veranstaltung mit John Deere standen Themen wie Kranreichweite, Kranaufbau, Harvester-Aggregate, Achsen (insbesondere 8-Rad-Bogieachsen), Gewichtsverteilung, Maschinenleistung und Kosten im Fokus.
So erhielten die Studierenden aus erster Hand aktuelle Informationen aus der Praxis und der freien Wirtschaft, die sie in ihr Wissen und Portfolio zur modernen Waldarbeit einfließen lassen konnten.
Unserer besonderer Dank geht an Andreas Gabler, Geschäftsführer der Firma Donau Wald Forstmaschinen GmbH & Co. KG
Danke für die tollen Einblicke und den praxisbezogenen Vortrag für die Studierenden!
Prof. Dr. Stefan Wittkopf neuer Dekan
Seit dem 1. Oktober 2025 ist Prof. Dr. Stefan Wittkopf Dekan der Fakultät Wald und Forstwirtschaft (WF) an der HSWT. Er folgt auf Prof. Dr. Jörg Ewald, der dieses Amt seit Oktober 2023 innehatte.

Nach dem Studium der Forstwissenschaften in München und Weihenstephan sowie dem Referendariat trat Stefan Wittkopf 1997 in die Bayerische Staatsforstverwaltung ein. Von 1998 bis 2005 war er an der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft als Fachberater für Holzenergie tätig. In dieser Zeit promovierte er an der TU München über Bereitstellungsverfahren für Energieholz.
Es folgten Stationen im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – zunächst im Ministerbüro, später als Referent für Nachwachsende Rohstoffe und Agrarforschung. 2008 wurde Wittkopf an die HSWT auf die Professur für Holzenergie berufen, wo er den Studiengang Management erneuerbarer Energien mit aufbaute und von Beginn an als Praxisbeauftragter betreute.
Seit 2009 engagiert er sich im Fakultätsrat, war drei Amtszeiten Mitglied des Senats und zuletzt Prodekan der Fakultät. Neben der Lehre in mehreren Bachelor- und Masterstudiengängen liegt ihm besonders die angewandte Forschung am Herzen. Seine Projekte zu stofflicher und energetischer Holznutzung, Kurzumtriebsplantagen oder entrindenden Harvesterfällköpfen führten zu zahlreichen Abschlussarbeiten, Praxisprojekten und Kooperationen.
Jüngst wurde das EU-LIFE-Projekt Future Forest erfolgreich mit einem Handbuch und Praxisleitfaden abgeschlossen. Aktuell leitet Wittkopf ein neues Agroforstprojekt mit sieben Praxisflächen in Bayern, das Wuchsleistung und Wirtschaftlichkeit von Baumstreifen untersucht.
Als Dekan möchte Stefan Wittkopf Kolleginnen und Kollegen gewinnen, die Lehre und Forschung gleichermaßen bereichern. Ihm ist wichtig, die Studienangebote der HSWT über Fakultäten hinweg zu vernetzen und Synergien zu nutzen.
Als echtes „Kind“ des Zentrums Wald Forst Holz Weihenstephan, das an allen Partnerinstitutionen studiert, promoviert und gearbeitet hat, liegt ihm ein gutes Miteinander besonders am Herzen – ebenso wie das Engagement für die Studierenden am Campus und die enge Zusammenarbeit der Institutionen.
Moritz Mayr ist neuer Revierleiter im Lehrrevier der HSWT

Seit dem 1. September 2025 verstärkt der aus Augsburg stammende Moritz Mayr als Forstingenieur der Bayerischen Staatsforsten das Team der Fakultät Wald und Forstwirtschaft an der HSWT.
Er übernimmt neben klassischen Revierleitertätigkeiten im Lehrwald auch die Betreuung der dortigen Versuchsflächen. Zudem unterstützt er den Lehrbetrieb der angehenden Försterinnen und Förster.
Nach seiner Berufsausbildung zum Forstwirt studierte Herr Mayr bereits dual Forstingenieurwesen an der HSWT. Nach dem forstlichen Vorbereitungsdienst und Stationen im Großprivatwald und der Zentrale der BaySF, kehrt er nun an die HSWT zurück.
Herr Mayr freut sich sehr über die Rückkehr nach Weihenstephan – sein Ziel ist klar „Lernen und Begeisterung vermitteln“.



