Online Symposium „Wald und Gesundheit“ trifft auf großes Interesse

Das Thema „Wald und Gesundheit“ hat in den letzten 5 Jahren eine enorme gesellschaftliche Aufmerksamkeit gewonnen. Flächendeckend entstehen Angebote für unterschiedliche Aktivitäten in Wäldern zu Gesundheitszwecken. Daher war es nicht überraschend, dass fast 200 Interessierte an unserem Online-Symposiumam 16. November 2021 teilgenommen haben. Dieses bildete den Abschluss des Forschungsprojektes „Waldnutzung zu Gesundheitszwecken“* des Lehrstuhls für Wald- und Umweltpolitik der Technischen Universität München, das in Kooperation mit der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft durchgeführt wurde.

Das Thema Wald und Gesundheit hat sich auch in der Medizin zu einem spannenden Forschungsfeld entwickelt. Gisela Immich vom Lehrstuhl für Public Health der LMU stellte in einem spannenden Beitrag die Ergebnisse unterschiedlicher Studien vor, zeigte jedoch auch die Grenzen mancher Studien auf. Dr. Anika Gaggermeier und Prof. Michael Suda vom Lehrstuhl für Wald-und Umweltpolitik der TUM stellten die Ergebnisse des Forschungsvorhabens in Form eines Dialoges vor. Im Mittelpunkt standen dabei unterschiedliche Wahrnehmungen und Ansprüche an den Wald und die Waldbesitzer aus der Perspektive von Aktiven im Gesundheitswesen. Die beiden Referenten verwiesen darauf, das abgesehen von speziellen Anforderungen z.B. bei Heil- und Kurwäldern die Wälder in der Umgebung den Ansprüchen der Gesundheitsbranche weitgehend entsprechen. Die Kontaktaufnahme mit den Waldbesitzern ist jedoch manchmal nicht ganz einfach. Auch die Ausbildung zum Gesundheitstrainer zeigt deutlich, dass die Trainer über die notwendigen forstlichen Kenntnisse verfügen, die einen reibungslosen Ablauf ermöglichen. Als besonderes Highlight lockerte die Waldgesundheitstrainerin Elke Seidel aus Bad Alexandersbad den bunt gemischten Teilnehmerkreis in besonderer Weise auf: Sie lud zu einer gemeinsamen Achtsamkeits-Laufübung ein, die sie virtuell anleitete. Entspannt folgten ihr die Teilnehmer zu einem „Waldbad“, indem sie auch zeigte, welche Übungen sie für unterschiedliche Gruppen anbietet.
Die rege Beteiligung unterschiedlichster Akteure aus Gesundheitsbranche und Forstwirtschaft an diesem Forum unterstrich das große Potential der möglichen Synergien, die aus der Zusammenarbeit der Gruppen in diesem Themenfeld entstehen können. Es zeigte sich aber auch, wie viel Ungewissheit bei allen Beteiligten innerhalb dieses Themenkomplexes noch vorhanden ist und dass ein hoher Informationsbedarf in der Praxis besteht.
Der Wunsch, diese Veranstaltungsreihe fortzusetzen, war für die Verantstalter ein besonders positives Feedback.
Nancy Koller
*Das Projekt G41 „Waldnutzung zu Gesundheitszwecken“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert.
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